Berlin Debating Union e.V.
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Einstiegsphase Herbst 2016

Du willst das Debattieren selber ausprobieren? Nimm bei unserer Einstiegsphase teil und teste deine Argumente. Oder guck dir erst unsere Showdebatte an. Alle Infos findest du hier.

Aktuelles

Wirklich wählen? Publikumsdebatten im Heimathafen Neukölln

Die Abgeordnetenhauswahl steht an. Vor fünf Jahren haben fast 40 Prozent der Berliner darauf verzichtet, ihre Stimme abzugeben. Ist das OK? Dieser Frage wollen wir in zwei Publikumsdebatten nachgehen. Am Donnerstag, dem 15. September, um 20 Uhr im Theater Heimathafen Neukölln werden sechs Debattiererinnen und Debattierer der Berlin Debating Union - darunter eine Deutschsprachige Meisterschafts-Finalistin und ein Weltmeister - zwei Fragen nachgehen: Ist Nichtwählen legitim? Und: Brauchen wir eine Wahlpflicht?

Der Eintritt kostet fünf Euro, weitere Informationen beim Heimathafen Neukölln. Wir freuen uns auf den Abend!

Juni 2016: Mitgliederversammlung am 21. Juni

März 2016: Einzug ins Halbfinale auf der ZEIT DEBATTE Berlin

+++Breaking News+++Es gibt tolle Neuigkeiten von der ZEIT DEBATTE Berlin. Wie die vier Chefjuror*innen in der Nacht...

Posted by Berlin Debating Union on Samstag, 19. März 2016

März 2016: Netzwerktreffen ostdeutscher Debattierclubs

Am Wochenende fand das erste Netzwerktreffen der Debattierclubs aus Ostdeutschland unter der Leitung der Berliner Prä...

Posted by Berlin Debating Union on Montag, 14. März 2016

Februar 2016:Ehrenjury der ZEIT DEBATTE Berlin komplett!

Mit Manuel Hartung, Ressortleiter von ZEIT-Chancen, ist die Ehrenjury der ZEIT DEBATTE Berlin nun vollständig besetzt....

Posted by Berlin Debating Union on Freitag, 26. Februar 2016

Februar 2016: Wir stellen die Uhr um!

Wer hat an der Uhr gedreht
Achtung, Achtung! Das Wintersemester endet am 14. Februar 2016. Ab kommenden Dienstag (16. Februar) treffen wir uns wieder um 18 Uhr! Da wird aufgrund früherer Schließzeiten weniger Zeit als sonst haben werden, ist es wichtig, dass wir um 18 Uhr mit der Einteilung und 18:15 mit den Debatten beginnen! Ihr findet uns in der Dorotheenstraße 24 in Raum 1.601.

Bitte gebt die Nachricht an alle weiter, damit keiner zu spät zur Debatte kommt!



Januar 2016:Die ZEIT DEBATTE Hamburg

Leider hat es am Sonntag nicht für den Sieg gereicht. Mit zwei Teams im Halbfinale, einem im Finale und Kai als bestem...

Posted by Berlin Debating Union on Dienstag, 12. Januar 2016

Januar 2016:Die Debattierweltmeisterschaften in Thessaloniki, Griechenland

Gruppenbild DDM 2015Die diesjährigen Debattierweltmeisterschaften fanden in Thessaloniki, Griechenland statt. Traditionell finden diese immer über Neujahr statt, so dass die zwei Berliner Juror*innen, sowie die zwei Berliner Teams direkt vom Tannenbaum in das ein bisschen wärmere Griechenland flogen. Die Ziele waren klar: das Viertelfinale zu erreichen und auf mehr zu hoffen.

Für die Berlin Debating Union traten Moritz Altner und Annabelle von Beusekom als Juror*innen an.

Berlin A bestand aus Pegah Maham und Fabian Bickel
Berlin B aus Frederick Aly und Christof Kebschull

Nach drei langen Vorrunden Tagen, sowie neun hochklassigen Debatten fand an Neujahr der Break statt. Vor dem letzten Tag hatten noch beide Berliner Teams gute Chancen auf das Viertelfinale und somit war die Hoffnung groß.

Leider reichte es am Ende jedoch nicht ganz und kein Berliner Team und leider auch keine Berlin Juror*in erreichte den Break.

Auf der anderen Seite ermöglichte dies den Berlinern die Stadt anzuschauen und vor allem hochkarätige Debatten zu verfolgen. So konnten alle Berliner sich am Ende den ein oder anderen Trick abschauen und so war diese Weltmeisterschaft doch lehrreich. Da alle Berliner Teilnehmer noch über ein Jahr studieren werden stehen die Hoffnungen auf die nächste Weltmeisterschaft.

Die Motions der Vorrunden:

R1: Info slide: Mercenaries are soldiers for hire outside of national armed forces. They can be hired either as individuals contracted by a state or through companies offering these services to a state. Motion: This house would allow states to use mercenary forces in combat roles in active military operations.

R2: This house would would prohibit private ownership of art deemed to be culturally or historically significant

R3: This house believes that all states should collectively aggregate and evenly distribute all revenue from mineral wealth globally on a per capita basis

R4: This house believes that governments with racially diverse populations should never record the ethnic or racial background of their residents.

R5: This house believes the US should withdraw from East Asia and cede regional hegemony to China.

R6: Info slide: A sunset clause is a legal measure that provides that the law in which it is contained shall expire after a specific date, unless further action is taken to extend it. Motion: This house believes that states should adopt sunset clauses that legally force them to review and either re-authorize or revise their constitutions every generation.

R7: This house supports stronger collective bargaining rights and protections rather than legislated labor market regulations (e.g., wage levels and working conditions)

R8: This house believes that the creation of feminist icons and their cults of personality are good for the feminist movement

R9: Info slide: Culpability is a measure of the degree to which a person can be held morally responsible for an offense. Motion: This house believes that that criminal punishments should be based only on the offenders' culpability rather than the damages caused by the criminal act or other outcomes derived from the punishment.

Fabian Bickel

Dezember 2015: Die Berlin Debating Union wünscht allen ein frohes Fest

Gruppenbild DDM 2015Gemeinsam mit altbekannten und neuen Gesichtern hat die Berlin Debating Union am 15. Dezember die Winterferien eingeläutet. Glühwein, Spekulatius und eine besinnliche und gemütliche Stimmung lockten viele Mitglieder und Freund*innen der BDU in das Orbis Humboldtianus – die Räumlichkeiten der HU, die der Club seit der Gründung 2002 regelmäßig nutzen darf.

Auch in diesem Jahr kam die Nachricht des plötzlichen Todes des Weihnachtsmanns überraschend für alle Anwesenden: Ohne zu zögern berief Präsidentin Tanja Hille eine Notversammlung ein und leitet unverzüglich die Suche nach einem neuen Weihnachtsmenschen ein. „Glücklicherweise hatte ich vor kurzem erst den Spielfilm ´Stirb langsam´ gesehen und wusste was zu tun war“, so Präsidentin Hille. Unter den Bewerbern waren viele dubiose Gestalten, die es anscheinend mit ihrer Bewerbung nicht allzu ernst meinten oder Böses im Sinn hatten. So suchte Angela Merkel nach einer Anschlussverwendung, Donald Trump nach einem Weg das Christentum zu retten und die NSA nach einem Zugang zur Datenbank am Nordpol.

Weniger lustig aber wahr, zum Schluss siegte - selbstverständlich für die Berlin Debating Union - die Political Correctness Police und konnte einen musikalischen Xavier Naidoo im Finale zurück in die Anstalt schicken. Wer viele Geschenke dieses Jahr erwartet hatte, wird sich wohl mit Richtlinien zu Sprach- und Umgangsformen vom Jahreszeiten-Menschen zufrieden geben müssen…

An dieser Stelle aber vielleicht noch ein paar wichtige Informationen: Am 17. Dezember findet unser letztes Training in diesem Jahr statt. Das Donnerstagstraining richtet sich an Fortgeschrittene und soll mit einer englischen Debatte nochmal die Teams auf die Weltmeisterschaften vorbereiten. Der nächste reguläre Clubabend findet im neuen Jahr am 5. Januar um 19:00 statt.

Im Namen des Vereins, wünschen wir allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr – insbesondere unseren Teams und Juror*innen auf den Weltmeisterschaften in Thessaloniki.

Achtung, dieser Text kann Spuren von Satire enthalten.

Dezember 2015: Weihnachtsfeier am 15. Dezember

Gruppenbild DDM 2015Ein erfolgreiches Jahr geht zur Neige und wir sind dankbar für alles, was das Jahr mit sich gebracht hat: erfolgreiche Veranstaltungen, sportliche Erfolge und viele neue Gesichter.

Gemeinsam wollen wir das Jahr besinnlich beenden und laden alle Freundinnen und Freunde der BDU herzlich zu unserer Weihnachtsfeier ein. Es wird Glühwein, Spekulatius und viel gute Laune geben, und man munkelt sogar, dass dieses Jahr wieder der Weihnachtsmann zu Besuch kommen wird.

Wann?: Dienstag 15. Dezember
Wo?: Orbis Humboldtianus (Unter den Linden 6, über dem Audimax)

Dezember 2015: Die Jenaer Adventsdebatten

Am 12. und 13. Dezember fanden in Jena die Adventsdebatten, ein DDL-Turnier, statt. Für Berlin redeten dort „Zusammen sind wir fast breiter als Khang“ (Anna Berg und Julian Stastny) und die „Spreewaldgurkentruppe“ (Sylvia Hartmann und Frederick Aly). Auch dabei war Fabian Bickel, der zusammen mit Khang On unter Stuttgarter Flagge antrat. Begleitet als Juror wurden die Berliner Teams von Tobias Münch.

Nach vier Vorrunden konnten sich Fabian und Khang für das Finale qualifizieren, während Sylvia und Frederick, die punktgleich mit einem Göttinger Team den vierten Platz im Tab erreichten, den Losentscheid verloren und somit nicht in das Finale einziehen konnten. Anna und Julian redeten in der vierten Runde zwar im Topraum, verloren diesen aber und schafften so knapp auch nicht den Break.
Dafür erreichte unser Juror Tobias den Jurorenbreak, war jedoch im Finale aufgrund seiner Clubzugehörigkeit gesperrt.

Gratulation an die Sieger aus Münster und danke an die Organisation für ein tolles Turnier!

Die Motions:

R1: Factsheet: Die “Herausforderung” ist ein Schulprojekt, in dem Kinder in kleinen Gruppen, in diesen aber auf sich allein gestellt, eine drei Wochen lange Reise antreten müssen (z.B. durch die Mecklenburger Seenplatte mit dem Kanu fahren, bei einem sozialen Projekt in Alaska helfen etc.)
DH würde die “Herausforderung” in Schulen verpflichtend einführen.

R2: DH bereut die mediale Aufbereitung getöteter Menschen, wie zum Beispiel des toten Flüchtlingsjungen Aylan.

R3: DH glaubt, dass der Erhalt der Kultur, der Sprache und des Brauchtums von anerkannten nationalen Minderheiten, zum Beispiel den Sorben, nicht Auftrag des Staates ist.

R4: DH glaubt, dass man für den Fortschritt Opfer bringen muss.

Finale: DH begrüßt esoterische Ideen wie z.B.: “Du kannst deine Wünsche beim Universum bestellen. Deine Gedanken werden zu Dingen.” “Alle Lebewesen auf der Erde sind durch eine mystische Macht (Gaia) miteinander verbunden.” “Die Sterne beeinflussen mein Schicksal.”

Julian Stastny

Dezember 2015: Berliner Teams erfolgreich im Norden

Lund IV Im windigen Süden Schwedens, weniger als eine Stunde von Kopenhagen entfernt, liegt Lund, eine kleine Stadt mit vielen Studenten, einem großen Science Park, und einem schicken Vier-Sterne-Hotel, das 120 Debattanten aus ganze Europa gütlich ruhen ließ. Auch Berlin entsandte dorthin eine Delegation: Rebecca als Jurorin und Equity Officer, Christof und Freddie für Berlin A, Yannick und Jonas für Berlin Hug the Flower und Annabelle, die in einem Mixed Team antrat.

Neben der luxuriösen Unterkunft und vielen tollen Themen zeigte das Lund IV den Teilnehmer*innen eine außerordentliche Gastfreundschaft: Viele aufopferungsvolle Helfer*innen mühten sich tagelang in der Küche ab, um am ersten Abend ein selbstgekochtes Drei-Gänge-Menü zu servieren. Dazu sang man fröhlich Lieder und trank Wein sowie andere Getränke, darunter die Signature Cocktails „Bernie Sanders“ und „Donald Trump“.

Auch sportlich war das Turnier stark: Nach fünf Vorrunden schafften alle Berliner Beteiligten den Break ins Viertelfinale. Berlin Hug the Flower mogelte sich gar bis ins Halbfinale durch. Auch wenn danach Schluss war, war das Wochenende ein Genuss – nicht zuletzt dank des leckeren schwedischen Gebäcks.

Die Motions:

R1: This house would allow convicts to reduce their sentence in exchange for front-line service in the military.

R2: This house would allow the executive to appoint unelected experts to be ministers.

R3: This house believes that the EU should make continued membership in the union conditional on the full legalization of abortion.

R4: This house believes that tribunals investigating crimes against humanity and war crimes should allow plea bargaining.

R5: This house believes that graduates should pay the entire cost of their university education via government loans with income linked repayments.

Viertelfinale: This house believes that states should destroy all works of art (including but not limited to music, films and paintings) created by artists convicted of heinous crimes.

Halbfinale: This house would legalise the payment but not the solicitation or receipt of harassment bribes.

Finale: This house supports the West's foreign policy response to Daesch's/ISIS’ attack in Paris.

Jonas Huggins

Dezember 2015: Zwei Berliner Teams beim Moscow Open 2015

Moskau Open 2015Ein erfolgreiches Wochenende in Moskau konnten vier Berliner*innen erleben. Angereist in die russische Hauptstadt waren Anna Berg und Fabian Bickel sowie Lena Schneider und Sören Dittmann. Das Turnier zeichnete sich bereits im Vorfeld als vielversprechend ab, denn viele internationale Chefjuror*innen aus England und Israel konnten von den Organisatoren akquiriert werden. Der Anreiz für internationale Teams wurde noch weiter erhöht: man hatte die Startgebühren für internationale Teams komplett entfallen lassen.

Das Versprechen konnte eingehalten werden – unsere beiden Teams freuten sich über tolle Themen und spannende Debatten. Unsere Teams erwischten einen guten Start in das Turnier und so waren Sören und Lena nur minimal enttäuscht, als sie den Sprung ins Halbfinale knapp verpassten. Anna und Fabian konnten sich durchsetzen, schafften sogar den Gesamtsieg und freuen sich über den erfolgreichen Jahresabschluss, und im Falle von Fabian, über die anstehenden Weltmeisterschaften in Thessaloniki.

Die Motions:

R1: This house believes that stay home parents should be paid a salary.

R2: This house supports microloans.

R3: This house believes that feminist movements should not campaign on men’s issues.

R4: This house would replace basic statal service (e.g. health care) with annual payments to each citizen.

R5: This house regrets lifting sanctions on Lukashenko (Belarus).

Halbfinale: This house believes that states which own nuclear weapons should hold referendum whether or not to deactivate.

Finale: THB emerging democracies should not allow parties which have ethnic/ religious based party lines.

Anna Berg/Philip Schröder

November 2015: Höhepunkt der Einstiegsphase – Der Altner Cup

AltnerCupFünf spannenden Wochen sind vorbei – unsere Einstiegsphase fand am vergangenen Samstag seinen Höhepunkt im Altner-Cup (benannt nach unserem ehem. Schatzmeister Moritz Altner). Dem Turnier vorangegangen waren eine Showdebatte und vier Clubabende, die sich speziell an Einsteiger*innen richteten. Jeden Dienstag konnten Interessierte im Rahmen eines Seminars theoretisch das Debattieren kennenlernen und im Anschluss Worte und Taten folgen lassen.

Auch in diesem Jahr hatte die BDU dazu ein Mentor*innen-Programm auf die Beine gestellt. So konnten sowohl die Teilnehmenden von der Kontinuität konstanter Gruppen und Betreuung profitieren und gleichzeitig die Mentor*innen ihre Erfahrungen im Jurieren und Feedback-geben ausbauen. Präsidentin Tanja Hille zeigte sich sehr zufrieden mit dem diesjährigen Programm: „Mit rund 80 Teilnehmenden lagen wir zwar knapp unter der Höchstmarke aus vergangenem Jahr, dennoch freuten wir uns über die durchweg positive Resonanz und die mehrheitlich durchgehende Beteiligung“.

Viele der Einsteiger*innen nutzten die Möglichkeit die Einstiegsphase mit ihrem ersten Turnier abzuschließen. Beim Altner-Cup konnten sie sich in mehreren Runden gegen weitere Teilnehmende unseres Programms, wie auch gegen Einsteiger*innen von Wortgefechte Potsdam, beweisen. Organisiert wurde das Turnier von unseren Mitgliedern Alexander Hans, Tobias Münch und Tanja Maximov. Für die inhaltliche Ausgestaltung fand das Orga-Team Robert Pietsch (Vize-Meister 2015, Potsdam) und Christina Dexel (DDM-Siegerin 2014). Über drei Vorrunden hinweg konnten sich folgende Teams durchsetzen: Florian Schütz und Nico Lachmann (Florian & Nico), Berrin Inci und Nga Quynh Nguyen (Die Fantas), Markus Jungnickel und Elias Lugani (Markus & Elias) sowie Johanna Edler und Inna Friedland (Die Kollegen). In einem tollen Finale zum Thema „Dieses Haus würde die Türkei in die EU aufnehmen“ konnten zum Schluss Markus und Elias den Sieg erringen. Gratulation!

Die Motions:

R1: Dieses Haus würde ein verpflichtendes soziales Jahr in der Flüchtlingshilfe nach dem Schulabschluss einführen.

R2: DHW sogenannten Spenderkindern nur bei Befürwortung des biologischen Vaters(Spenders), Auskunft über dessen Identität geben.

R3: DHW die Pegida Demonstrationen verbieten.

Finale: Dieses Haus würde die Türkei in die EU aufnehmen.

Philip Schröder – Fotos: Christof Kebschull

Oktober 2015: Göttingen eröffnet die ZEITDEBATTEN-Serie

Logo GoeIn Göttingen ist das städtische Leben stark vom Bildungs- und Forschungsbetrieb der Georg-August-Universität geprägt. In diesem schönen Städtchen "Chöttingen", wie es im niederdeutschen auch genannt wird, richtete der DCGA (und jetzt wissen wir ja, wofür das "GA" eigentlich steht) vom 30.10. bis 01.11 die ZEIT DEBATTE Göttingen aus. Obwohl "Gutingi" (so wurde es 953 erstmals erwähnt) einen Studierendenanteil von rund 20% und zusätzlich noch eine Arbeitslosenquote von 8,3% hat, konnte uns der DCGA mit viel leckerem Essen und Trinken, einer netten Abendveranstaltung sowie einer äußerst präzisen Organisation beeindrucken.

Einige der Themen waren geradezu offensichtlich für die Fahrradstadt Göttingen (VR 1: "DHW Motorradfahren verbieten"), andere der zweitbesten Universität Deutschlands gerade angemessen (VR 5: "DHW selbstfahrende Fahrzeuge so programmieren, dass sie im Falle eines Unfalls möglichst viele Menschenleben retten, auch unter Opferung der Insassen") und manche einfach nur gut (HF: ""DH verbietet den Einsatz von Lockspitzeln").

Trotz der Verbannung jeglicher Anglizismen und der ungewöhnlich vielen Vorrunden (6 Stück) bewiesen die 3 Teams der BDU sowie unsere Juror*innen Pegah, Frederick und Julian Qualität und Durchhaltevermögen und „sprangen“ alle ins Viertelfinale. Dann jedoch musste sich in jeder KO-Runde ein Team zurückziehen, sodass zuerst Alex & Tobi als "Friends of the BlockParty" in der verhassten Eröffnenden Regierung verloren, dann Philippe & Moritz als "Känguru und Pinguin" im Halbfinale ausschieden und schließlich auch Jan-Dirk & Stephan als "10x Finale ist auch ein Erfolg" sich - natürlich aus der verhassten Eröffnenden Regierung heraus - geschlagen geben mussten. Hätten wir ein Team mehr schicken dürfen, wäre die BDU also leicht und verdient Sieger der ZEIT DEBATTE Göttingen geworden!

Die Motions:

R1: Dieses Haus verbietet Motorradfahren.

R2: Dieses Haus begrüßt die Ankündigung von Amnesty International, sich weltweit für eine Entkriminalisierung von Prostitution einzusetzen. (inkl Factsheet)

R3: Dieses Haus bedauert die Reformation.

R4: Dieses Haus würde Flüchtlinge nur dort unterbringen, wo es keine gewaltbereite Ablehnung in der Bevölkerung gibt.

R5: Dieses Haus würde selbstfahrende Fahrzeuge so programmieren, dass sie im Falle eines Unfalls möglichst viele Menschenleben retten, auch unter Opferung der Insassen.

R6: Dieses Haus würde Wahlkreise nicht geographisch zusammenhängend nach Wohnort, sondern nach sozio-ökonomischen Kriterien bilden.

Viertelfinale: Dieses Haus würde die „Bill and Melinda Gates Foundation“ demokratischer Kontrolle unterwefen. (inkl. Fachsteet)

Halbfinale: Dieses Haus verbietet den Einsatz von Lockspitzeln. (inkl. Fachsteet)

Finale: Dieses Haus würde internationale Herkunftsbezeichnungen wie „Made in Germany“ durch „Made in EU“ ersetzen.

Tobias Münch

Der Altner-Cup – DAS ultimative Debattierturnier für alle Neueinsteiger*innen

Erfahrungsgemäß lernt es sich am besten schwimmen, wenn man direkt nach ein paar Trockenschwimmübungen ins kalte Wasser geworfen wird. So hält es sich auch mit dem Debattieren. Das Turnier richtet sich an alle, die bei der Einstiegsphase der BDU mitgemacht haben oder erst seit einem halben Jahr debattieren. Der Altner-Cup bietet die großartige Möglichkeit das gerade neu erworbene Debattierwissen anzuwenden und hoffentlich den Einzug in das Finale zu schaffen.

Der Lerneffekt bei einem Turnier ist sehr groß, da Ihr innerhalb eines Tages vier Debatten bestreitet, und das exzellente Feedback, was wir Euch geben, direkt anwenden und umsetzen könnt.

Chefjuror*innen sind Christina Dexel, Deutsche Meisterin 2014, aus Berlin und Robert Pietsch, deutscher Vizemeister 2015, aus Potsdam.

Der Teilnehmer*innenbeitrag beträgt 10 Euro pro Person. Darin enthalten sind Kaffee-Flatrate, Mittag- und Abendessen. Wer noch keine(n) Teampartner*in hat, braucht sich keine Sorgen zu machen. Das Orga-Team wird jedem eine(n) Partner*in zuteilen.

Anmelden kann man sich unter diesem Link: https://docs.google.com/forms/d/19VOwTGaZ7NtifaliR5UA2zXflpYs0EgcSiK7qMo...
Und weitere Informationen findet man auf der Facebookseite des Altner Cups:
https://www.facebook.com/events/989520387778214/
Bei Fragen könnt Ihr gerne einem von den Veranstaltern eine Nachricht schicken oder eine Mail an tobi.muench[at]gmail[dot]com

Die wichtigsten Daten:
- Wo? Dorotheenstraße 24, Berlin Mitte, 6. Stock
- Wann? Von 8:30 bis 9:00 Uhr am 21.11.2015 müsst ihr euch vor Ort registrieren! Nur dann seid ihr abschließend beim Turnier dabei!
Falls ihr noch keine(n) Teampartner*in habt, wäre es super wenn ihr wirklich um 8:30 da seid.
- Teilnehmer*innenbeitrag: 10 Euro (bitte möglichst passend mitbringen)
- Zeitplan:
8:30 - 9:00: Registrierung
10:00 - 11:30: Runde 1
11:30 - 12:30: Mittagessen
12:30 - 14:30: Runde 2
14:30 - 16:00 Runde 3
16:30 - 18:00: Finale
20:30: Social bei Julian Ohm

October 2015: Berliner Teams beim SOAS IV in London

SOASDas Wochenende vom 24. und 25. Oktober verbrachten vier Berliner*innen in London beim SOAS IV 2015. Als Berlin A starteten Lilian Seffer und Florian Grünwald, während Pegah Maham und Fabian Bickel als Berlin B an den Start gingen. Die Teams freuten sich über Themen die sich mit dem Wahlrecht von Frauen, dem Ölpreis und unter anderem mit Donald Trump beschäftigten.

Aber die Vorrunden machten nicht nur viel Spaß sondern zeichneten sich vor allem durch ein überdurchschnittlich hohes Niveau aus, in dem unser Team Berlin B (Pegah und Fabian) den Einzug in das ESL (English as a second language) Finale einzuziehen. Lilian und Florian scheiterten knapp auf Platz fünf im Ranking der Nichtmuttersprachler. In einem spannenden Finale zum Thema „This house believes that countries, like Switzerland, that were neutral in WW II should pay financial reparations to states occupied by the Nazis” schlugen sich unsere Berliner gut, konnten aber zum Schluss nicht verhindern, dass unsere Freunde aus Wien Mark Etzel und Miriana Muntean zum Schluss die Nase vorn hatten. Wir gratulieren Vienna B und freuen uns über das schöne und erfolgreiche Wochenende in London.

Die Motions:

R1: This house would give women two votes in political elections.

R2: This house believes that law enforcement organisations should never provide incentives to gang members to inform on their superiors (e.g. plea bargains or monetary rewards).

R3: This house regrets the decline in oil prices over the last 18 months.

R4: This house believes that Donald Trump's presidential campaign is good for America.

R5: This house would allow countries to pay other countries to settle refugees who reach their borders.

QF: This house believes that the state should reclaim a fixed proportion of all charitable giving and redistribute it to other charities on the basis of their effectiveness.

Semi: This house believes that that the trans movement should actively seek to separate themselves, their issues and their collective identity from the LGBTQ movement in their campaigns and in the public consciousness.

Final: This house would prefer a world in which there are no extreme emotions such as boiling rage, falling madly in love, extreme grief etc..

Florian Grünwald

Oktober 2015: Halbfinaleinzug beim Turku Open

Vorbericht ZDParallel zu zwei Teams, die beim SOAS IV auf der britischen Insel starteten, entsandte die BDU eine weitere Delegation in den kalten skandinavischen Norden: Vom 23. bis 25. Oktober fand in Finnland das Turku Open statt an dem Christof Kebschull und Frederick Aly alias „Berlin A“ teilnahmen. Entgegen allen Erwartungen und Wollpullis im Handgepäck stellte sich die Kälte jedoch als mitteleuropäisches Stereotyp heraus: Es herrschte goldener Herbst und strahlender Sonnenschein.

Nichtsdestotrotz mussten sich die gegnerischen Teams in den Vorrunden warm anziehen! Berlin A schaffte es auf Platz 3 und zog mit den meisten Rednerpunkten ins Halbfinale ein. In einer spannenden Debatte über den Sinn und Unsinn unbezahlter Überstunden musste sich Berlin dann allerdings einer starken ersten Hälfte den Teams SSE A und Lund A geschlagen geben, die ins Finale einzogen. Nach diesem wurde schließlich Lund A (Oskar Lif, Emilia Carlqvist) zum Sieger des Turniers gekürt.

Wir gratulieren Lund zum Sieg und freuen uns auf die Revanche nächstes Jahr

Die Motions:

R1: TH Supports the use of Referenda when deciding whether to introduce same sex marriage.

R2: THW not set lifestyle conditions for placement of homeless people in state and charity provided accomodation.

R3: THBT Finland should apply for NATO membership.

R4: THW introduce socio-economic background quotas for students at university departments.

R5: THW require broadcasters to devote equal time and prominnce to coverage of female football games as male football games.

Halbfinale: THW require an anonymous, multi-option ballot of employees to determine the legally binding, maximum amount of extra working hours beyond the contractual minimum.

Finale: THW remove the distinction between economic migrants and refugees.

Frederick Aly

Oktober 2015: Vorbereitungen für die ZEIT DEBATTE Berlin in voller Fahrt

Es sind noch fünf Monate bis zur ZEIT DEBATTE Berlin, die Vorbereitung laufen jedoch bereits auf Hochtouren. Das prestigeträchtige Turnier ist Teil der ZEIT DEBATTEN-Serie, die in in Kooperation mit der Wochenzeitschrift DIE ZEIT. Unter dem gemeinsamen Dach des „Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen e.V.“ (VDCH) veranstalten jährlich je vier Debattierclubs eine ZEIT DEBATTE. Die Berlin Debating Union sicherte sich den Zuschlag für den 18. – 20. März 2016 und konnte den regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller für die Schirmherrschaft gewinnen. Voraussichtlich 44 Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sich an den Themen von Chefjuror*innen Dessislava Kirova (BDU) , Tobias Kube (Marburg), Jonathan Scholbach (Jena) und Christina Dexel (BDU) messen.

Zwar liegen noch einige arbeitsintensive Wochen vor dem Organisationsteam um Vorstandsmitglied Elisabeth Gniosdorsch, dennoch konnten bereits wichtige Meilensteine erreicht werden. „Insbesondere die frühzeitige Sicherung sämtlicher Veranstaltungsräume und der Unterkünfte waren für uns von großer Bedeutung.“ so Gniosdorsch. Und die können sich sehen lassen: Auf die Teilnehmenden warten Vorrunden an der Humboldtuniversität und die Unterbringung im Wombats City Hostel an der Alten Schönhauserstraße. Für das Halbfinale konnten wie bereits bei der Deutschen Meisterschaft vergangenes Jahr Räumlichkeiten im Roten Rathaus gesichert werden.

Das Finale verspricht besondere Spannungen, denn die Reden werden direkt neben Willy Brandt in der Parteizentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus, stattfinden. Als Ehrengäste freut sich die Berlin Debating Union auf die Grußworte des ehem. Fraktionsvorsitzenden der Partei DIE LINKE Gregor Gysi und des Berliner Schauspielers Ulrich Matthes.

Vorbericht ZD

Philip Schröder - Fotos: wiki/JCS; Verwaltungsgesellschaft Bürohaus Berlin; wiki/Kläber

Oktober 2015: Showdebatte im Orbis Humboldtianus

Showdebatte im Orbis“Volles Haus!“ hieß es Donnerstagabend bei der Showdebatte 2015, die den Auftakt zur Einstiegsphase der Berlin Debating Union macht. Viele Teilnehmende konnten sich eine unterhaltsame Debatte zum Thema „Akademisierungswahn – Haben wir zu viele Studierende?“ erleben. Für die BDU traten zwei Teams an, die zuvor innerhalb des Vereins gewählt wurden und die aus unterschiedlichen Debattiergenerationen stammten. Für die Pro-Seite argumentierten Philip Schröder, Christina Dexel und Pegah Maham. Ihnen widersprachen auf der Seite der Opposition Jonas Huggins, Rebecca Irvine und Kai Ditmann.

Das Publikum sah eine ausgeglichene Debatte (oder kaum überzeugende Debatte), denn sowohl vor, als auch nach, der Debatte gab es eine Mehrheit, die sich dagegen aussprach, dass es zu viele Studierende gibt – nicht ganz überraschend für einen Debattierverein, der überwiegend Studierende anzieht. Nach der Debatte konnten die Redner*innen der Pro-Seite bei einem gemeinsamen Bier dennoch versuchen die Zuschauer*innen zu überzeugen. In gemütlicher Atmosphäre freute man sich auf die kommenden Wochen Debattierens.

Philip Schröder - Foto: privat

Oktober 2015: Neue Kolumne auf der Achten Minute von Alexander Hans

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Unser langjähriges Mitglied Alexander Hans, der vor wenigen Tagen zum besten Redner des Berliner Einladungsturniers gekürt wurde, hat für die Achte Minute eine humoristische Kolumne geschrieben. In dem Branchenmagazin der Debattierwelt gibt Alexander eine kritische Betrachtung der Machtstrukturen in der Szene. Ein Blick darauf lohnt sich! Folgt dazu dem Link:

Oktober 2015: Das Berliner Einladungsturnier

In toller Atmosphäre fand am 17. Und 18. Oktober das sechste Berliner Einladungsturnier statt: Ein starkes Teilnehmerfeld und anspruchsvolle Themen standen auch dieses Jahr wieder auf dem Programm. Präsidentin Tanja Hille hatte die besten Redner*innen und Juror*innen eingeladen. Wie bereits im vergangenen Jahr, konnten wir uns die Unterstützung von Undconsorten LLP, einer Berliner Unternehmensberatung , sichern und die Debatten in ihren Büroräumen direkt am Kurfürstendamm ausrichten. Die Berlin Debating Union wurde rednerisch durch sieben Teams vertreten:

Deutsche Delegation in Lissabon

BDU Anton (Tanja Hille + Alisha Ricard)
Huffelpuff A (Frederick Aly + Tobias Münch)
Vorstandsbären (Elisabeth Gniosdorsch + Fabian Bickel)
BDU Von der Skyline zum Bordstein (Lilian Seffer + Moritz Altner)
Home is where the Heart is (Christof Kebschull + Christina Dexel)
BDU Proud To Be Virgin (Pegah Maham + Alex Hans)
BDU Probably Virgin (Stefan Torges + Julian Ohm)

Die BDU stellte außerdem zahlreiche Juroren, bei denen wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken. Hervorzuheben war die Rolle von Rebecca Irvine und Patrick Ehmann, die gemeinsam mit Jonathan Scholbach aus Jena die inhaltlich Ausgestaltung des Turniers als Chefjuror*innen übernahmen.

Das Turnier begann für Debattierverhältnisse sehr früh am Samstagmorgen und der Zeitplan gestaltete sich durch die 5 geplanten Runden äußerst sportlich. Im Turnier trafen nach dem Round Robin System alle Teams jeweils einmal aufeinander – ein Alleinstellungsmerkmal des Berliner Einladungsturniers in der deutschen Szene und Garant für familiäre Atmosphäre.

Daran orientierte sich auch die Abendgestaltung. In geselliger Atmosphäre bei Wein, leckerem Essen und in Anwesenheit einiger Mitarbeiter der Beratung wurde getanzt, geredet und der Break ins Finale verkündet. Die Berlin Debating Union freute sich insbesondere über den Erfolg von drei Berliner Teams, die den Sprung ins Halbfinale erreichten:

BDU Proud To Be Virgin (Pegah Maham + Alex Hans)
Julius Stehen & Der Andere (Julius Steen + Peter Gierzucht)
Home is where the Heart is (Christina Dexel + Christof Kebschull)
Bootsdam (Moritz Kirchner + Robert Pietsch)

Leider konnte das Team Bootsdam aus zeitlichen Gründen nicht im Finale antreten und so nahmen BDU Probably Virgin (Stefan Torges + Julian Ohm) als fünftbestes Team den Platz im Finale ein. Alex Hans war bester Einzelredner des Tabs, wozu wir herzlich gratulieren.

Das Finale fand nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntagmorgen wieder in gewohnter Umgebung, im Orbis Humboldtianus, statt. Zum Thema „DHG bereut, dass die Fraktionsdiziplin im Bundestag bei bioethischen Themen aufgehoben wird argumentierten sich Pegah und Alex von der zweiten Regierung aus auf das Siegerpodest.

Wir gratulieren den Siegern herzlich und bedanken uns bei allen Teilnehmenden. Einen besonderen Dank geht an Dessislava Kirova und Tanja Hille, ohne die dieses Turnier nicht möglich gewesen wäre.

Die Motions der Vorrunden:

R1: DHG, dass die staatliche Filmförderung an das Bestehen des Bechdel Tests geknüpft werden sollte.

R2: DHG, dass die EZB Wirtschaftswachstum und eine hohe Beschäftigungsquote neben der Preisstabilität als Hauptziel verfolgen sollte.

R3: DHG, dass alle Unterschiede scheinbar sind.

R4: DHG es ist legitim für Menschen, die unter dem Existenzminimum leben, einen Vermögensdelikt zu begehen.

R5: DH bereut die Neuinterpretation des Art. 9 der japanischen Verfassung von Shinzo Abe.

Fabian Bickel - Foto: Anna Mattes

Oktober 2015: Keine Debatte am 20. Oktober

In Vorbereitung auf unsere Einstiegsphase finden am kommenden Dienstag, 20. Oktober, keine Debatten statt. Trotzdem lohnt sich aber zu kommen:

Für unsere Mentor*innen findet am Dienstagabend um 19:00 ein Jurierseminar unter der Leitung von langjährigem Mitglied Bastian Laubner gibt. Der Fokus wird auf Feedback liegen.

Für alle anderen wird es ein Jurierseminar für Fortgeschrittene von Rebecca Irvine geben, dass sich auf internationales Debattieren konzentrieren wird.

Oktober - Dezember 2015: Die Einstiegsphase steht vor der Tür

Für alle, die interessiert am Debattieren sind, organisieren wir wieder unser Einsteiger*innenwochen. Zum Auftakt findet am 21. Oktober eine Showdebatte statt, zu der jeder herzlich eingeladen ist! Darauf folgend beginnt unsere fünfwöchige Einsteigerphase, in der jeder mal Erfahrungen im Debattieren sammeln kann oder an spannenden Seminaren zu Rhetorik und Argumentation teilnehmen kann.

Mehr Informationen zur Showdebatte und zum genauen Programm der Einsteigerwochen findet ihr hier.

Showdebatte

Oktober 2015: Wir stellen die Uhr um!

Wer hat an der Uhr gedreht
Achtung, Achtung! Das Semester beginnt am 12. Oktober 2015. Ab kommenden Dienstag (13. October) treffen wir uns wieder um 19 Uhr! Ihr findet uns in der Dorotheenstraße 24 in Raum 1.601.

Bitte gebt die Nachricht an alle weiter, damit keiner zu spät zur Debatte kommt!





September 2015: Lisbon Open

Wenn man den ein oder anderen Debattierenden fragt, warum er oder sie debattieren, dann kommt oft die Antwort “Weil ich dadurch viele schöne Städte entdecke, in die ich sonst wahrscheinlich nicht allzu bald gereist wäre” - vielleicht ist das nicht das Wichtigste, das man beim Debattieren lernen kann aber sicherlich ist es das Schönste. Das bestätigten uns auch unsere drei BDU-Mitglieder Christina Dexel, Calyxx Peucker und Philip Schröder, die am Wochenende des 26./27. September zu Gast in Lissabon waren.

Deutsche Delegation in Lissabon

Die deutschen Teams in Lissabon: LMU Zeppelin (Philipp Müller und Calyxx Peucker), Berlin Wrecking Ball (Philip und Christina), Hamburg (Malte Westphal und Sibylla Jenner

Bei konstant sonnigen 30°C waren die beiden eins der drei deutschen Teams, die sich auf den Weg in die Hauptstadt Portugals gemacht hatten. Die heitere Stimmung dank gutem Wetter und leckeren Pastel de Nata, einer portugiesischen Spezialität, ließ sich nicht davon trüben, dass die für Freitagabend 21:30 angesetzte Runde zunächst nicht beginnen konnte, weil einzelne Teams Verspätungen hatten. Im Gegenteil sogar, war man erleichtert nicht noch bis in die Nacht debattieren zu müssen. Das Turnier selbst hatte bereits um 17:00 gestartet und deutete bereits früh sein charmant hektischen aber gut gesponserten Charakter an: Bei Kaffee und dem anschließenden Abendessen konnten sich die Teams bereits kennenlernen, bevor es zur offiziellen Eröffnung ging.

Losgehen sollte das Turnier dann am nächsten Morgen an der Fakultät für Business und Economics - mit Ausblick auf das Meer. In spannenden Vorrunden zu Themen aus Medienwelt, Politik, Kunst und Moral konnte sich unser Team Berlin Wrecking Ball erfolgreich schlagen. Geduld mussten sie jedoch bis zum nächsten Morgen haben. So hatte sich der Break gemeinsam mit der fünften Runde auf Sonntagmorgen verschoben. Gemeinsam ging es am Samstagabend dann noch zum Abendessen und einer Kneipentour in der Altstadt, bei der sich Lissabon bei Nacht bewundern ließ.

Nach der fünften Vorrunde, die Sonntagmorgen in der wunderschönen Fakultät der Fine Arts stattfand, konnten sich unsere beiden Berliner*innen freuen: auf dem dritten Platz erreichten sie den Break in das Halbfinale. Zur Motions This house would never hold national referenda on social policies (e.g., gay marriage, abortion) stritten die beiden mit einem spanischen Team und zwei britischen Teams. Am Ende einer umkämpften Debatte mussten sie sich jedoch geschlagen geben und konnten beim Finale nur als Zuschauer die wunderschöne Kulisse der Wissenschaftlichen Akademie genießen. Den Abschluss versöhnte ein spannendes Finale zum Thema “This house welcomes the decline of religion due to the rise of science”, in dem Calyxx, der für Friedrichshafen/München antrat, gemeinsam mit seinem Teampartner redete. Auch freuen konnten sich unsere Berliner*innen über die gute Platzierung: Alle drei schafften es mit Platz sechs, acht und neun unter die Top 10 der Redner*innen.

Wir gratulieren den Sieger*innen aus Glasgow und bedanken uns für ein wunderschönes Turnier, welches zwar ein wenig chaotisch war, sich aber durch eine hervorragende Themensetzung auszeichnete und das allererste internationale Debattierturnier in Portugal war. Wir freuen uns auf die Wiederholung in 2016!

Die Motions der Vorrunden:

R1: This house regrets the use of graphic and distressing imagrey by the media in covering the EU refugee crisis.

R2: This house believes all parties should elect their leaders through open primaries (incl. fact sheet).

R3: This house would anonymise all art at stages of selling, distribution and curation.

R4: This house believes that states should never use lethal autonomous robots (incl. fact sheet)

R5: This house would give all the land rights to the indigenous people they historically belonged to (e.g., aborigines, native Americans)

Philip Schröder - Foto: privat

September 2015: Quereinsteiger-Workshop

Am 9. September fand ein zweistündiger Crashkurs zum Thema Debattierbasics statt, der von Frederick Aly durchgeführt wurde. Im Fokus standen unterschiedliche Methoden: Präzise und überzeugende Argumente, Strategien zur Findung von Argumenten und das kompetitive Debattieren.

Argumentieren hilft jedoch nicht nur im wettkampforientierten Debattieren, sondern ist eine Schlüsselkompetenz in vielen Studienfächern – insbesondere den Rechts-, Sozial- und Geisteswissenschaften – und stellt einen wesentlichen Bestandteil der demokratischen Willensbildung dar.

Wir freuen uns daher, dass viele Studierende diese Möglichkeit in Anspruch genommen haben und werden aufgrund des positiven Feedbacks in Zukunft ähnliche Workshops anbieten.

September 2015: Tag der offenen Tür im Bundesrat

Debattieren im Bundesrat

Am vergangenen Samstag, dem 05. September, veranstaltete der Bundesrat seinen jährlichen Tag der offenen Tür, welcher dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des Landes Hessen stattfand. Volker Bouffier, Ministerpräsident Hessens und diesjähriger Bundesratspräsident, eröffnete die Veranstaltung, zu der im Laufe des Tages mehrere Tausend Besucher*innen strömten. Wie bereits in den letzten Jahren, wurde die Berlin Debating Union eingeladen, gemeinsam mit einem Debattierclub aus dem Gastgeberland –der Debattierclub Goethes Faust aus Frankfurt – um über aktuelle Themen zu debattieren.

Auf der Themenliste standen TTIP, die Verstärkung europäischer Integration, Polizeikosten bei Großveranstaltungen und Volksabstimmungen. Je fünf Minuten Redezeit hatten die beiden Redner*innen eines Teams, zu denen sich in der ersten Runde auch die Staatsministerin Lucia Puttrich zählte. Gemeinsam mit Philip Schröder verteidigte die Staatsministerin in der ersten Runde das Freihandelsabkommen gegenüber dem hessischen Team – und auch den vielen Fragestellenden im Raum. Den Debattierenden gelang der Einbezug des Publikums, das sich in einer anschließenden Abstimmung zum Thema positionieren konnte.

Wurde bei der Debatte um das Freihandelsabkommen deutlich, dass viele Menschen dem Abkommen sehr reserviert gegenüber stehen, zeichnete sich in der anschließenden Debatte ein entgegengesetztes Bild. Elisabeth Gniosdorsch und Tanja Hille sprangen in die Bresche für ein Mehr an europäischen Kompetenzen und europäischer Integration und konnten das Publikum mit wenig Mühe davon überzeugen, dass das europäische Projekt noch nicht zu Ende geführt ist.

Große Aufmerksamkeit erfuhr ebenfalls die dritte Runde, in der das Fachwissen einzelner Gäste gut eingebunden werden konnte. In der Frage, ob Fussballvereine sich an den Polizeikosten gewaltbereiter Fans außerhalb des Stadions beteiligen sollen, stritten Lilian Seffer und Philip Schröder für das Bremer Modell. Das hochverschuldete Bundesland Bremen hatte der Deutschen Fussballliga GmbH vor kurzem eine Rechnung gestellt. Unsere beiden BDU-Mitglieder konnten das Publikum für sich gewinnen und Lilian forderte am Ende der Debatte entschlossen, man solle das Ergebnis an den Vermittlungsausschuss weiterleiten – in dessen Räumen die Debatten an diesem Samstag stattfanden.

Zu guter Letzt traten Christina Dexel und Felicia Höer an, Volksabstimmungen auf Bundesebene einzufordern. In einer lebhaften Debatte, die vor lauter Publikumsbeteiligung bis zur Schließung des Gebäudes andauerte, hatten auch die beiden Rednerinnen zum Schluss die Nase vorn. Die zahlreichen Besucher*innen machten diese Veranstaltung öffentlichkeitswirksamer als so manches Debattierturnier und war somit ein voller Erfolg. Wir danken für die Einladung und freuen uns auf das nächste Jahr!

Philip Schröder - Fotos: privat

August 2015: ZEIT DEBATTE Berlin gesichert

ZEIT DEBATTEN Serie Breaking News: Es ist geschafft! Vergangenes Wochenende konnten wir uns den Zuschlag für ein Turnier im Rahmen der ZEIT DEBATTEN Serie sichern. Im März(18. - 20.) 2016 werden wir die ZEIT DEBATTE Berlin ausrichten.

Das Turnier ist damit Teil der renommierten Serie, die in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT organisiert wird und die unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers a.D. und ZEIT-Herausgebers Helmut Schmidt steht.

Mehr Informationen zur unserem Turnier findet ihr hier

August 2015: Europameisterschaften in Wien

Die deutsche Delegation





Hieß das Finalthema der letzten Europäischen Debattiermeisterschaften im Jahr 2014 noch "Dieses Haus würde, sofern es technisch machbar wäre, das Gefühl/die Emotion der Angst bei Soldaten ausschalten" wurde in diesem Jahr bei den Euros in Wien ganz ähnlich das Thema „TH would treat the deaths of soldiers as regrettable losses of lifes rather than examples of heroism." im Finale debattiert. Die Vorliebe der Chefjury zur moralischen Auseinandersetzung mit dem Militär blieb – der gute Lauf der Berlin Debating Union, die es drei Jahre hintereinander ins Finale der Euros geschafft haben, blieb aus. Das Team Berlin B mit Christof Kebschull und Frederick Aly, welches in die Vorbereitungen durchaus mit einem langen Atem gegangen ist, wurde leider von einem bösen Grippevirus heimgesucht und ging deswegen geschwächt in die drei Tage andauernden Pre-Rounds. Wir sind uns sicher, dass jetzt, wo Berlin B, wirklich auf alle Tücken und Fallen vorbereitet ist, sie im nächsten Jahr durch die Breaks nur so hüpfen werden.

Die Teams Berlin A (Florian Grünwald und Tanja Maximow) und Berlin C (Robin Mesaroch und Tobias Münch) gründeten sich aufgrund der hohen Personalfluktuationsrate erst recht kurzfristig (Berlin C komplettierte sich erst mit dem absoluten Rekord von drei Wochen vor den Euros).

Trotz der spontanen Euro- Antrittsentscheidung von Berlin A und Berlin C lief es für beide Teams in den Vorrunden gut und vor allem erfahrungsreich, mit großem Lerneffekt. Rebecca Irvine, die als Jurorin mit nach Wien fuhr, urteilte sich bravorös bis in das Open- Final der Euros. Zufrieden ging es nach jedem debattenreichen Tag zu den Socials, die in ihrer Art und Gestaltung jeden Abend anders und kreativ und generell toll waren. Die gesamte Organisation der Euros in Wien kann nur in Superlativen beschrieben werden. Selbst der Feueralarm bei den ESL- Semifinalen konnte dem reibungslosen Ablauf der Euros keinen Abbruch tun ( dem Semifinale schon, das musste wiederholt werden), weil die Organisatoren auch diesen souverän meisterten.

Es bleibt zusammenzufassen, dass die Euros in Wien für alle eine unglaublich beeindruckende Zeit gewesen sind. Die Frage ist, ob wir es das nächste Mal in die Breaks schaffen, wenn wir uns nur ausreichend mit Soldatenthemen beschäftigen oder ob wir langfristig Strategien entwickeln sollten, wie wir als BDU erfolgreich auf internationalen Turnieren antreten können.

Tanja Maximow - Foto: Team Pretty Pictures

Juli 2015: Der Boddencup 2015

Tübingen, Mainz, Heidelberg, Marburg, Göttingen… kaum ein Club blieb verschont (oder wurde die Ehre verwehrt?) ihre traditionellen Namen mit einem „BDU“ vorangestellt auf dem Boddencup antreten zu sehen. Es scheint, als hätte sich das Einhalten dieser Tradition ausgezahlt: Die Berlin Debating Union hat es doch tatsächlich geschafft aus dem Finale des Boddencups eine Clubdebatte zu machen! Aber fangen wir von vorne an…

…Freitagabend begann das Turnier mit einem Abendessen mit Musik und Lichtshow des BP-Bumpers (aka. Party Rocker 2000) und dem allmählichen Antreffen der meisten Teams und Juror*innen. Während die meisten ganz langweilig mit Regionalzug oder dem Auto gefahren sind, sind zwei halbe BDU-Teams und ein Juror über zwei Tage hinweg mit dem Rad gefahren und haben Gerüchten zufolge 240.000 km zurückgelegt (völlig problemlos – bis auf die drei Fliegen in Chrissis linkem Auge).

Das Thema der verschiedenen Formen der Teilnahmebegrenzung für „zu“-Erfahrene, das gerade auf der Achten Minute in Hinblick auf die kommende Mitglieder-Versammlung des VDCH stark kommentiert wird, führte auch an der kühlen Ostsee zu hitzigen Diskussionen am Abend. Anschließend gab es das Angebot einer Stadtführung durch Greifswald von einem Greifswalder Debattierer, der das ganze professioneller machte, als so manch kommerzielle Stadtführungen. Wer nicht zu müde war, ist abends noch ins Exil gegangen. Nein, nicht so wie der russische Oppositionspolitiker aus der vierten Vorrunde, sondern in eine Bar mit dem Namen „Exil“.

Am Samstag morgen wurden wir dann alle von einem Gewitter geweckt. Nach einem leckeren Frühstück startete das Turnier mit einem Thema zur Intendanz öffentlicher Theater. Abseits sportlicher Fragen, hatte dieser Boddencup Teilnehmer*innentüten, die denen der Mainzer Zeitdebatte in nichts nach standen: Regenschirm, Sattelschutz, Zahnbürste, Organspendeausweis, Multi-Farbstift, Traubenzucker und vieles mehr. Einfach alles, was das Debattierer*innenherz begehrt. Bevor sich dann alle selber um ein Mittagessen in der Stadt bemühten, wurde noch debattiert, ob die USA ihre Haltung im territorialen Streit im Süd- und Ostchinesischen Meer ändern müsse.

Nach weiteren zwei Vorrunden und Eis in der Pause, wurde dann im Anschluss gegrillt und durch den fantastischen BP-Bumper eine spontane Dance-Party auf dem Hof veranstaltet. Alternativ konnte Frisbee gespielt werden. Während alle anderen Clubs schon an den Strand gefahren wurden, warteten wir noch auf die letzten Shuttlebusse und haben schließlich auch das Meer erreicht. Wahre Mutige sind bei dem mäßigen Wetter sogar noch schwimmen gegangen! Mit dem Plan noch im „Mensa Club“ tanzen zu gehen, machten wir uns bald wieder auf den Weg zurück in die Stadt und landeten fast vollständig im Exil. Das andere Exil – mit Birnencidre. Verstört vom Mensa Club zurückkehrende, bestätigten dann allerdings das Gerücht, dass das Klientel vor Ort keine potenziellen Debattier*innen sind, was uns allen dann doch die Motivation nahm uns noch mehr Schlaf zu rauben, als ohnehin. Alle? Nein, nicht ganz… Unsere Präsidentin und der noch zu kürende Boddenmeister 2015 haben sich hineingewagt!

Sonntagmorgen gab es dann noch die letzte Vorrunde zum Thema Placebos. Im Gegensatz zum üblichen Break am Abend, gibt es den beim Boddencup erst am Sonntag. Die Spannung blieb hoch, denn noch aus fünf Räumen konnten Teams potenziell ins Halbfinale breaken. Zu unserer großen Freude haben es dann auch gleich 4 BDU-Teams geschafft sich durchzusetzen!

Und noch viel sensationeller haben es genau diese 4 von 8 Teams in den Halbfinals geschafft ins Finale zu breaken. Das Thema des Halbfinals lautete Dieses Haus glaubt es ist nicht im Interesse von Ländern, die Hilfe vom Welternährungsprogramm in Anspruch nehmen, Agrarfläche an andere Länder zu verkaufen oder zu verpachten .

In einem spannenden und von debattierunerfahreren, lokalen Zuschauer*innen hochgelobten Finale, in der alten Anatomie, hat sich am Ende das Team bestehend aus Alexander Hans und Speaker-Tab-Topper Adrian Gombert durchgesetzt. Zum dritten Mal in Folge gewann ein Team aus der schließenden Opposition den Boddencup – viel mehr noch: konnte die Berlin Debating Union ihren Titel aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen.

Danke an die tolle Orga für das sehr angenehme Turnier und die Chefjury für die spannenden Themen!

Die Motions:

R1: Dieses Haus glaubt, bei Theatern, die mit öffentlichen Geldern finanziert werden, sollte die Öffentlichkeit – und nicht die Politik, wie es im Status Quo der Fall ist – über die Besetzung der Intendanz entscheiden.

R2: Dieses Haus glaubt es ist im Interesse der USA, sich aus dem territorialen Streit im Ost- und Südchinesischen Meer zurückzuziehen(inkl. Factsheet).

R3: Wir befinden uns im September 1977 in Deutschland. Dieses Haus würde das Kontaktsperrgesetz verabschieden (inkl. Factsheet).

R4: Dieses Haus ist ein bekannter russischer Oppositionspolitiker, der westlich-liberale Werte vertritt und sich für ein freiheitlich-demokratisches Russland einsetzt. Dieses Haus würde aus Russland emigrieren.

R5: In Fällen, bei denen kein bestimmtes Medikament oder keine bestimmte Behandlungsmaßnahme notwendig für den Behandlungserfolg ist, würde dieses Haus es Ärzten erlauben, ohne Kenntnis der Patienten Placebos zu verabreichen (inkl. Factsheet).

Halbfinale: Dieses Haus glaubt es ist nicht im Interesse von Ländern, die Hilfe vom Welternährungsprogramm in Anspruch nehmen, Agrarfläche an andere Länder zu verkaufen oder zu verpachten (inkl. Factsheet).

Finale: Dieses Haus glaubt die harte Haltung der Bundesregierung gegenüber Griechenland während der Euro-Krise hat Deutschland mehr geschadet als genutzt.

Pegah Maham

Juli 2015: Mitgliederversammlung und Vorstandswechsel

Der neue VorstandMit einer für Berliner Verhältnisse sehr kurzen Mitgliederversammlung - nur 4 Stunden - entlastete am vergangenen Dienstag die Mitgliederversammlung den Vorstand des vergangenen Geschäftsjahres und kürte einen neuen.

Aus dem ehemaligen Vorstand schieden Moritz Altner und Philippe Holzhey aus. Beiden dankte die alte - und neue - Präsidentin Tanja Hille für ihre Arbeit und freute sich, dass beide dem Vorstand weiter aktiv beistehen werden. Philippe führt seine Arbeit als Alumni-Beauftragter des Clubs und als Mitglied des Sponsoring-Teams fort, während Moritz sich der Finanzplanung der kommenden ZEIT Debatte widmen wird.

Gemeinsam mit Lilian Seffer (Turniere und Debattierlounge) und Philip Schröder (Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit) werden zukünftig Fabian Bickel (Schatzmeister) und Elisabeth Gniosdorsch (Öffentlichkeitsarbeit und ZEIT Debatte Berlin) die Geschicke des Clubs lenken.

Auch in der sportlichen Leitung bahnte sich ein Wechsel an: Philip Schröder und Dessislava Kirova werden das Zepter an Christina Dexel weiterreichen, die sich bereits im abgelaufenen Jahr um die sportliche Zielsetzung bemühte. Unterstützt wird sie von Rebecca Irvine, die für eine internationale Ausrichtung des Trainings einsetzen wird.

Wir bedanken uns herzlich bei allen für ihre hervorragende Arbeit und freuen uns, auf das kommende Geschäftsjahr.

Juli 2015: Das Elbe Open

Vom 04. bis 06. Juni fand das Elbe Open 2015 in Magdeburg statt. Mit dabei waren ganze vier Teams der BDU und zwei weitere mit Berliner Beteiligung:

Hug the Flower - Jonas Huggins und Yannick Lilie
Das Wilde Bergbickel - Fabian Bickel und Anna Berg
Taylor Swift [...] - Marie-Luise Goldmann und Alexander Hans
ES - Elena Müller und Skander Mabrouk

Frederick Aly trat gemeinsam mit Lara Kulpock für Potsdam an, während Tobias Münch zusammen mit Berlin-Fan Georg Brodbeck für den Debattierklub Bern antrat. Begleitet wurden die Teams von Kai Dittmann, Philippe Holzhey und Moritz Altmann als Juroren.

Auf das Turnier freute sich die Berlin Debating außerdem insbesondere, da mit Philip Schröder und Felicia Höer zwei BDU-Mitglieder zu den Chefjuroren des Turniers gekürt wurden. Gemeinsam waren die beiden für die inhaltliche Ausarbeitung des Turniers verantwortlich.

Sportlich konnte sich das Wochenende wieder einmal sehen lassen: Nach vier Vorrunden konnten sich drei BDU-Teams erfolgreich durchsetzen: Auf Platz 2 zogen Anna und Fabian, auf Platz 3 Jonas und Yannick und auf Platz 8 Alex und Marie-Luise in das Halbfinale ein. Frederick und Lara errangen für Potsdam den Tagessieg und belegten Platz 1 nach den Vorrunden.

Nach dem Halbfinale am Sonntagmorgen, konnte das Finale mit sechs BerlinerInnen bestritten werden. In der Eröffnenden Regierung Mainz Anton, in der Eröffnenden Opposition Potsdam Voltaire ewig leben, in der Schließenden Regierung Das Wilde Bergbickel und in der Schließenden Opposition Taylor Swift [...]. In einem spannenden Finale zur europäischen Flüchtlingspolitik, konnten sich Frederick und Lara durchsetzen und den Titel mit nach Hause (Berlin) nehmen!

Brüder Grimm Cup Marburg

Die Berlin Debating Union dankt dem Debattierclub Magdeburg für die gelungene Ausrichtung des Turniers und freut sich auf eine Wiederholung 2016!

Die Motions:

R1: Dieses Haus bereut die Kunstaktion des Zentrums für Politische Schönheit (inkl. Factsheet).

R2: Dieses Haus glaubt, dass es im Interesse des amerikanischen Militärs ist, das Tragen religiöser Zeichen im Dienst generell zu erlauben (inkl. Factsheet).

R3: Dieses Haus würde die Meritokratie der Demokratie vorziehen (inkl. Factsheet).

R4: Dieses Haus würde die Opt-Out-Regelung der Organspende einführen (inkl. Factsheet).

Halbfinale: Angenommen das Präparat sei risikofrei und flexibel einsetzbar, dieses Haus bereut die Entwicklung der Viagra für die Frau (inkl. Factsheet).

Finale: Momentan wird über einen Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge innerhalb der EU disktutiert. Dieses Haus würde dem Wunsch einzelner Mitgliedstaaten, keine oder wesentlich weniger Flüchtlinge aufzunehmen, entsprechen.

Philip Schröder - Foto: Jonas Huggins

Juni 2015: Rückblick Deutschsprachige Debattiermeisterschaft (DDM) in Münster

Brüder Grimm Cup Marburg

Den ersten spannenden Moment gab es bereits im Vorfeld zur DDM bei den Ausscheidungsdebatten der BDU. Es waren nur zwei Teamplätze sicher, der dritte Teamplatz schien relativ unwahrscheinlich, vom vierten Teamplatz träumten wie nur. Eine Woche vor der DDM haben wir dann doch den dritten Teamplatz bekommen. 18 Stunden vorher geschah das scheinbar Unmögliche und wir bekamen noch den vierten Teamplatz. Das DaF Team hat sich unabhängig vom Club angemeldet. Es fuhren also folgende Teams:

Julian, Pegah, Stefan (Berlin Trostpflastersteine)
Christoph, Tanja, Yannick (Berlin Begrüßungsgeld)
Fabian, Philippe, Sylvia (Berlin - Wohnst du noch oder redest du schon?)
Mitra, Robin, Tobias (Berlin - Last-Minute-Urlaub)
DaF Team: Jamie, Jim, Rebecca (Berlin - Der, Die, Daf)

Folgende Juroren fuhren mit: Kai, Sarah, Sophia, Felicia, Alex, Philip, Jonas. Auch anwesend waren folgende Vereinsmitglieder: Anna, Adrian, Andrea, Philipp Schmidtke und Matthias.

Der erste Tag der DDM war geprägt von langen Autofahrten, langen Staus (es war Feiertag in NRW) und dem ewigem Rumraten, was denn mögliche Themen sein könnten. Am Nachmittag ging es dann endlich mit der ersten Vorrunde los zu dem Thema:

Sollen über tragbare Geräte (Handys, Tablets) für Jugendliche im Internet nur Informations- und Bildungsangebote verfügbar sein?

Anschließend ging es zurück zur Jungendherberge, von wo es anschließend weiter zu einer Bar-Tour ging. Viele beschlossen jedoch einfach nur am See zu sitzen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Am zweiten Tag der DDM ging es früh morgens um 8 Uhr bereits wieder los. Besondere Aufregung gab es wegen der Ansage der Chefjuroren, dass sie ein Berliner Juror heute Morgen angerufen und ihnen mitgeteilt hätte, er würde zur ersten Vorrunde nicht kommen, da er keine Lust habe so früh aufzustehen. Die Chefjuroren baten dann darum, dass so etwas doch bitte nicht wieder vorkommen solle. Nach allgemeinem Gelächter aufgrund dieser Frechheit ging es dann mit der zweiten Vorrunde weiter zum Thema:

Sollen die christlichen Kirchen Gemeindemitglieder Beugestrafen unterwerfen, wenn diese gegen die Aufnahme von Flüchtlingen demonstrieren? (Weiter unten im Text gibt es den dazugehörigen Factsheet noch.)

In OPD gibt es die Möglichkeit eine halboffene Debatte zu stellen. Bei solchen Themen muss es keinen Antrag geben. In der Debatte geht es dann um eine Abwägung von Prinzipien, die meistens an einem konkreten Beispiel debattiert werden, dass sich die Regierung aussuchen darf. Darum ging es auch in der vierten Vorrunde:

Soll man einen Pakt mit dem Teufel eingehen?

Ein wirklich interessantes Thema, was zum Nachdenken über die Abwägung von moralischen und materiellen Werten anregt. Nach der fünften Vorrunde ging es dann am Abend zu der Motto Party mit dem Thema Antike. Viele waren in eine Toga unterwegs, aber es gab auch einige, die sich nur Leinensäcke übergestülpt haben oder sich als Schwein verkleidet haben (Odysseus Männer waren in Schweine verwandelt worden von der Zauberin Kirke).

Am nächsten Tag ging es erst um 9 Uhr los mit der sechsten Vorrunde. Zur Freude aller, schafften alle Teams den kleinen Break und durften auch in der letzten Vorrunde als Team antreten. Danach gab es die Verkündung des Breaks.

Das erste Berliner Team Trostpflastersteine schaffte den Break, als zweitbestes Team im gesamten Tab. Als Freie Redner breakten Christof, Fabian und Tobias. Damit schaffte es aus jedem Team mindestens ein Redner in die KO-Runden. Man hatte kaum Zeit sich zu freuen, da es direkt weiterging mit dem Viertelfinale mit dem interessanten Thema:

Sollen 10% der Sitze des Bundestages unter Bürgerinnen und Bürgern verlost werden, die dann mit vollem Stimmrecht, fraktionsfrei und mit Rederecht dem Parlament angehören?

Anschließend ging es zum DDG Gala-Abend, wo man bei einem beeindruckend Buffet sich über die bisherigen Themen der DDM unterhalten oder das Champions League Finale gucken konnte. Nach dem Essen und dem Spiel wurde dann der DDG Nachwuchspreis vergeben und die Breaks ins Halbfinale verkündet. Den Nachwuchspreis gewann Sabrina Effenberger von der Rederei aus Heidelberg. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Unser Team Berlin Trostpflastersteine schafft es ins Halbfinale und das Team Berlin - Der, Die, Daf schaffte den Einzug in das Finale in der Kategorie Deutsch als Fremdsprache.

Am Sonntag ging es dann weiter mit dem Finale in der DaF Kategorie und mit dem Halbfinale, wo unser Team Berlin Trosterpflastersteine in der Opposition gegen das Team aus Mainz The Good, the Bad and the Beauty (Sina, Christian und Nicolas) antrat zum Thema:

Soll die Europäische Union Großbritanniens Forderungen im Wesentlichen erfüllen, um es in der Union zu halten?

Das Factsheet zu dem Thema ist weiter unten in der Zusammenfassung zu allen Themen drin. Die Debatte war wirklich spannend und es gab gute Argumente und Bilder auf beiden Seiten.

Die Verkündung des Breaks ins Finale gab es eine Stunde später etwa. In einer nicht ganz nachvollziehbaren Jurier Entscheidung breakte das Team aus Mainz. Zudem breakte das Team aus Potsdam, was im anderen Halbfinale gegen Tübingen debattiert hatte. Leider verlor auch unser DaF Team. Aber das Publikum kürte die Berlinerin Rebecca Irvine zur besten Finalrednerin.

In einem spannenden Finale, was von Jens Fischer moderiert wurde, setzte sich das Team aus Mainz durch und wurde Deutschsprachiger Debattiermeister 2015. Herzlichen Glückwunsch an das Team!

Die Motions:

R1: Sollen über tragbare Geräte (Handys, Tablets) für Jugendliche im Internet nur Informations- und Bildungsangebote verfügbar sein?

R2: Factsheet: Die christlichen Kirchen kennen unter verschiedenen Namen Strafen, die bis zur Beendigung bzw. Wiedergutmachung eines Fehlverhaltens angewendet werden (sog. Beugestrafen). Diese können vom Ausschluss von einzelnen Sakramenten (Abendmahl, Beichte, Eheschließung, etc.) bis hin zum vollständigen Ausschluss aus der Kirche reichen.
Sollen die christlichen Kirchen Gemeindemitglieder Beugestrafen unterwerfen, wenn diese gegen die Aufnahme von Flüchtlingen demonstrieren?

R3: Sollen die Aktien von Aktionären, die Stammaktien eines Unternehmens für einen längeren Zeitraum halten, ein höheres Stimmrecht haben?

R4: Soll man einen Pakt mit dem Teufel eingehen?

R5: Sollen Heimatstaaten von IS-Terrorkämpfern und –zuträgern diesen eine Amnestie für ihre Taten im Gegenzug für Infos über den IS und ihre öffentliche Abkehr vom IS anbieten?

R6: Soll die griechische Regierung reiche griechische Bürger enteignen, um griechische Staatsschulden zu begleichen?

R7: Sollen Entwicklungsländer Kirchen und andere religiöse Organisationen nur dann Schulen auf ihrem Staatsgebiet betreiben lassen, wenn diese Bildung von Missionierung trennen?

VF: Sollen 10% der Sitze des Bundestages unter Bürgerinnen und Bürgern verlost werden, die dann mit vollem Stimmrecht, fraktionsfrei und mit Rederecht dem Parlament angehören?

HF: Factsheet: Großbritannien plant für Ende 2017 ein Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union abzuhalten. Die britische Regierung hat versucht, den Verbleib an Forderungen zu knüpfen, nämlich: 1. EU-Bürger sollen in Großbritannien erst nach vier Jahren Aufenthalt ein Anrecht auf Wohnrecht, Kindergeld und andere Leistungen des Wohlfahrtsstaates erhalten. 2. Der Nachzug von Familienangehörigen der Immigranten soll stark reglementiert werden. 3. Wenn Immigranten nach sechs Monaten keinen Job gefunden haben, sollen sie zurückgeschickt werden können.
Soll die Europäische Union Großbritanniens Forderungen im Wesentlichen erfüllen, um es in der Union zu halten?

DAF-Finale: Factsheet: Der Führerbunker der Reichskanzlei in Berlin war die letzte Befehlsstelle des Deutschen Reichs in Berlin von Januar 1945 bis Ende April 1945. Größen des Naziregimes wie Hitler, Göbbels und wichtige Militärs nahmen sich in dem Komplex im April 1945 das Leben. Bis auf die Decke liegt der Bunker enthalten, verfüllt und versiegelt unter einem Spielplatz und einem Supermarkt in Berlin. Eine 2006 enthüllte Infotafel erinnert vor Ort an den Bunker und seine Geschichte.
Soll der Führerbunker als Erinnerungsstätte und Museum hergerichtet und Touristen zugänglich gemacht werden?

Finale: Factsheet: Bei Hinweisen auf eine Bedrohungslage gegen Großveranstaltungen oder konkreten Drohungen verbieten Verwaltungsorgane in der Regel die Veranstaltung. 
Sollen Großveranstaltungen in solchen Fällen nicht mehr verboten werden, wenn die TeilnehmerInnen vor Beginn über die Bedrohung informiert werden?

Philippe Holzhey - Foto: Team Pretty Pictures

Mai 2015: Der erste BDU Club- und Alumni-Abend

Am 30. Mai 2015 lud die BDU zum Club- und Alumniabend ein. Rund 50 ehemalige und gegenwärtige Clubmitglieder kamen im Café „en passent“ im Prenzlauer Berg zusammen. Während des Abends wurden die zahlreichen Erfolge des Vereins gefeiert. Bilder und Videos wurden gezeigt und es gab viel Gelegenheit, intensive Gespräche zwischen ehemaligen, älteren und jüngeren Vereinsmitgliedern in gespannter Atmosphäre zu führen. Vom Gründungsmitglied bis hin zu Neumitgliedern, die am Abend ihren Mitgliedsantrag stellten, waren alle Generationen vertreten. Der Club- und Alumniabend wurd durchweg positiv bewertet und vielfach wurde gefragt, wann die nächste Einladung erfolgt. Es scheint, als ob der Termin Ende Mai ein jährlicher Fixpunkt im Vereinsleben werden könnte.

Ein herzlicher Dank geht an Annette, die das Essen koordiniert hat, sowie an alle diejenigen, die zum Buffet beitrugen. Organisiert wurde der Abend von Philippe Holzhey, Mitglied des Vorstands, und Patrick Ehmann, Alumni-Beauftragter der BDU.

Patrick Ehmann

Mai 2015: Bericht zum Überseeseminar der BDU in Mosambik und Simbabwe

Attila Dekany und Patrick Ehmann vertraten Mitte Mai die Berlin Debating Union im südlichen Afrika. Zunächst leiteten sie ein Debattierseminar in Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, bevor sie weiter nach Simbabwe reisten. Dort besuchten sie die Ausrichter der Pan-African Universities Debating Championships (PAUDC) 2016 in Gweru; danach chefjurierte Patrick ein Turnier in Bulawayo.

Die Kontakte zu den Partnern vor Ort ergaben sich alle aus der WUDC Berlin 2013. Zur Weltmeisterschaft in Berlin wurde ein umfangreiches Stipendienprogramm eingerichtet, welches die Teilnahme von Debattierer_innen mit finanziellen und institutionellen Schwierigkeiten ermöglichte. In der Folge fanden Debattierseminare in Regionen und Staaten statt, in denen das Debattieren noch nicht stark verbreitet ist oder wo Ressourcen und/oder Trainer knapp sind.

Debattierseminar in Maputo, Mosambik

Rund 40 Teilnehmende kamen zu einem dreitägigen Debattierseminar an der UGC – Escola Tecnica Padre Prosperino Gallipoli im Zentrum Maputos zusammen. Die Erfahrungen in der Gruppe waren bunt gemischt; so nahmen Studierende teil, die bereits mehrere Jahre aktiv debattieren, Schüler_innen, die von den Studierenden trainiert werden, aber auch absolute Neulinge, für die dieses Seminar überhaupt der erste Kontakt mit dem organisierten Debattieren darstellte. Diese bunte Mischung führte dazu, dass eher Debattiergrundlagen im Fokus standen, und der Wert des Debattierens für den Alltag, sowie der Transfer von Debattierfähigkeiten in den Alltag hinein besprochen wurden. Eine besondere Herausforderung war die Sprachbarriere: Eine Gruppe der Teilnehmenden sprach nur bedingt Englisch, so dass das gesamte Seminar ins Portugiesische gedolmetscht wurde.

Am ersten Tag gab es eine grundlegende Einführung in das Debattieren und die die weltweiten Verzweigungen der Debattiergemeinschaft. Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Aufbau einzelner Argumente und deren Widerlegung, sowie Körpersprache und öffentliches Auftreten. Der dritte Tag stand im Zeichen der Verwaltung. Die noch junge Debattierszene in Mosambik steht vor ähnlichen Herausforderungen wie fast überall auf der Welt: Finanzierung, öffentliche Anerkennung und Anwerbung von Mitgliedern. Hier konnten langjährige Erfahrungen weitergegeben und Strategien entwickelt werden. Vor Ort war Tavares Cebola, der Präsident der Sociedade Moçambicana de Debates für die reibungslose Organisation verantwortlich.

Besuch bei der Midlands State University, Gweru, Simbabwe

2016 findet die PAUDC an der Midlands State University statt. Patrick wird dort Chefjuror sein. Zusammen mit Ngcwele Khumalo, weiteres Mitglied der Chefjury und ehemalige Stipendiatin der WUDC Berlin 2013, reisten Attila und Patrick nach Gweru, um sich ein Bild vom Stand der Vorbereitungen zu machen. Auf der Tagesordnung standen hochrangige repräsentative Gespräche, eine umfangreiche Ortsbegehung, sowie intensive Workshops. In einem Gespräch mit dem stellvertretenden Rektor und weiteren Vertretern der Universität wurde die Unterstützung der Universität bekräftigt; es wurde zudem betont welche Bedeutung ein solch großes Ereignis im universitären Kontext Simbabwes einnimmt. Mit den Mitgliedern des studentischen Organisationskomitees wurden logistische und finanzielle Rahmenbedingungen besprochen. Während der Ortsbegehung konnten alle wichtigen Gebäude und Einrichtungen besichtigt werden: Wohnheime, Mensen, Ankündigungs- und Debattierräume. Es befinden sich zudem frei nutzbare Sporteinrichtungen (inkl. Pool und brandneue Tennisplätze), sowie eine gut ausgestatte Klinik auf dem Campus.

Attila, Ngcwele und Patrick legten den Studierenden und der Verwaltung eine Abschlussbewertung vor. Das Fazit fiel positiv aus: Die Universität ist für die Ausrichtung sehr gut geeignet, die Leitung der Universität steht hinter dem Projekt, und die Grundlagenarbeit des Organisationskomitees ist weit fortgeschritten. Kleinere Mängel, die bis zu einer Ausrichtung einer Kontinentalmeisterschaft behoben werden müssen, wurden ausdrücklich betont.

Debate Open Challenge, Bulawayo, Simbabwe

Letzter Halt der Reise war das 2. Debate Open Challenge (DOC). Das Turnier wurde von Cheforganisator Thabo Arthur Dube, ebenfalls Stipendiat der WUDC Berlin 2013, an der National University of Science and Technology (NUST) in Bulawayo ausgerichtet. Patrick und die Botsuanerin Charity Makhala waren als Mitglieder der Chefjury eingeladen worden. Charity ist Begründerin des Women’s Forum bei den PAUDC und Chefjurorin der diesjährigen PAUDC in Ghana. Ihre Stellvertreter waren der amtierende Afrikameister Boemo Phirinyane, ebenfalls aus Botsuana, und Michael Mhlanga aus Simbabwe, der bei der WUDC Berlin 2013 als freiwilliger Helfer dabei war.

Am DOC nahmen 40 Teams aus elf simbabwischen Hochschulen teil. Vor Beginn des Turniers wurden umfangreiche Schulungen angeboten, die von fast allen Teilnehmenden besucht wurden. Das Turnier umfasste fünf Vorrunden mit einem Break ins Viertelfinale. Am Ende konnten sich Nqobile Dube and Fungai Chivaura von der Catholic University of Zimbabwe durchsetzen. Die Lokalpresse berichtete über das DOC hier
und hier.

Patrick Ehmann und Attila Dekany

Mai 2015: Brüder Grimm Cup Marburg

Brüder Grimm Cup Marburg

Am vergangenen Wochenende, vom 22. bis 24., reiste mal wieder einer Berliner Delegation durch das Land um zu debattieren. Aus den anfänglich angemeldeten zwei Teams wurde dank Bahnstreik leider nur ein Team - das Team Begrüßungsgeld (Tanja Hille, Yannick Lilie und Christof Kebschull), in Begleitung von Elisabeth Gniosdorsch und Philip Schröder als JurorInnen.

Nach der entspannten Anreise am Freitagabend (nach einer Fahrt nach Tübingen kommt einem alles kurz vor!) begannen die Berliner frohen Mutes den Vorrundentag. In ersten Runde war dann aber erst mal die Einzelleistung gefragt. Zum Thema "Sollten Castingshows wie Germanys Next Topmodel verboten werden? legten unsere drei als Fraktionsfreie Redner einen sicheren Start hin.

In Runde Zwei waren Fantasie und Fachwissen gefragt: "Sollte Dumbledore Harry Potter in einer Zaubererfamilie zur Pflege geben, anstatt bei den Dursleys? (sinngemäß + Infoslide). Wie auch in Runde Drei (" Sollte die Shared Economy nur noch kostendeckend, mithin nicht gewinnbringend, erlaubt sein?), konnte sich unser Team gut schlagen und erreichte sicher den kleinen Break vor der vierten Runde. Ohne anschließend Feedback zu bekommen, duellierten sich Tanja, Yannick und Christof mit einem Team aus Heidelberg zum Thema " Sollten UNESCO Weltkurerbestätten, um sie vor der Zerstörung durch den IS zu schützen,abgerissen werden und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden?".

Nach dem anschließenden Abendessen ging es wie auch in den letzten Jahren wieder in den Nachtsalon um gemeinsam zu feiern. Die beiden ChefjurorInnen Alexander Labinsky und Barbara Schunicht verkündeten um 23:00 dann die frohe Botschaft: souverän konnten sich unsere drei Berliner einen Platz unter den HalbfinalistInnen sichern. Gemeinsam mit unsere beiden mitgereisten JurorInnen schaffte die BDU den vollständigen Break!

Am Sonntag ging es dann mit dem Halbfinale weiter, dass sich mit der Pflegesituation in einer schneller alternden Gesellschaft. Zum Thema "Angenommen es gäbe Pflegeroboter, die die Pflege vollständig übernehmen könnten und emotional auf dem Stand von Sprachprogrammen wie Siri wären. Sollten diese Roboter flächendeckend in Altenheimen einsetzen?" (sinngemäß) debattierte unser Team gegen das Team Streitkultur Adonis feat. Hera (Yannis Lennartz, Jan Ehlert und Sarah Kempf).

In einer spannenden Debatte konnte sich unser Team leider sehr knapp nicht durchsetzen. Trotzdem ziehen die drei eine positive Bilanz der unterhaltsamen Debatten und der guten Vorbereitung. Im Finale zum Thema: " Soll die Bundesregierung die Zusammenarbeit mit US-Amerikanische Geheimdienst einstellen, bis gesichert ist, dass diese die Persönlichkeitsrechte unbescholtener deutscher Bürger achten? siegte am Ende des Tages das Team Adonis aus Tübingen.

Wir danken den Marburgern für die gelungene Orga und das entspannte Turnier. Auch mit den Themen zeigten sich unsere Debattierenden sehr zufrieden. Es bleibt der Vermerk auf die Raumnamen - WIRKLICH?...

Philip Schröder - Foto: Philip Schröder

Mai 2015: Die erste offene Thüringsche Meisterschaft

Offene Thüringische MeisterschaftAm Wochenende vom 15.05.2015 – 17.05.2015 veranstaltete die Debattiergesellschaft Jena die Offene Thüringer Meisterschaft in den alt-ehrwürdigen Hallen der Friedrich-Schiller Universität Jena. Dabei entsandte die BDU folgende Teams und Juroren:

Berlin A (Viktor, Tobias, Robin)

Freunde der Sonne (Elisabeth, Tim, Julius)

Berlin SFS (Alexander, Julian, Johannes)

Pegah, Sarah und Sophia als Juroren

Am Freitagabend fand sich das Gros der Berliner Mannschaft in Jena ein und ließ den Tag in gemütlicher Liegestuhl-Runde an den Ufern der Saale ausklingen. Ausgeschlafen und gestärkt konnten unsere motivierten Debattierer*innen am nächsten Samstagmorgen in die erste Runde starten. Im Laufe des Tages verteidigten die Teams Berlin A und Berlin SFS ihre Standpunkte in den von den CA's Nikos Bosse (Tübingen), Willy Witthaut (Mainz) und Anna Mattes (Berlin) gesetzten Themen erfolgreich und erreichten somit sehr gute Platzierungen im Tab.

Das dritte Team Freunde der Sonne verbesserte sich von Runde zu Runde nach anfänglichen Problemen mit der Präsentation einer konsistenten Teamline. Jedoch konnte es auch im weiteren Verlauf des Turniers nicht an die Leistungen der anderen Berliner anknüpfen.Für Pausenunterhaltung sorgte ein Besuch im wahrscheinlich höchsten Gebäude Jenas, dem sog. Jentower, welcher eine tolle Aussicht über die hügelige Thüringische Landschaft bietet. Essens-technisch dachte das Orga-Team geleitet von den Jenensern Tina Rudolph, Jonathan Scholbach und Erik Thierolf natürlich auch an alles und versorgte die Teams mit leckerem Allerlei während der Mittagspause und Grill-Session am Abend.

Nach einem Tag erfolgreichen Debattierens, leckerer Speisen und spannender Besichtigung stand die Abendveranstaltung im Haus zur Rosen an, wo zu alten Klassikern der Chart-Musik (50 Cent's In da Club) feierlich bis in die frühen Morgenstunden getanzt wurde. In der 4. Vorrunde am Sonntagmorgen entschied sich, welche Teams den direkten Break ins Finale erreichen sollten. Dabei verpassten das Team Berlin SFS auf Platz 3 des Team-Tabs leider sehr knapp den Break ins Finale, in welchem das Team aus Göttingen gegen das Team aus Tübingen in der Frage: Sollte die Sonderbehandlung Israels nicht mehr Teil deutscher Staatsräson sein? siegte.

Dennoch blieb auch dieses Finale nicht ohne BDU-Beteiligung, denn Robin und Johannes breakten durch ihre hervorragenden Einzelrednerleistungen als freie Redner und Pegah als Jurorin. Johannes wurde zudem bester Redner des Turniers.

In Erinnerung bleibt ein sehr gut organisiertes und mit spannenden Themen besetztes Turnier!

Die Motions:

R1: Sollten Parteien dazu verpflichtet werden, konkrete Finanzierungsvorschläge in ihre Wahlprogramme aufzunehmen?

R2: Sollte eine explizite verbale Zustimmung („Yes means Yes“) zum Geschlechtsverkehr zur Bedingung werden, damit dieser vor dem Gesetz als einvernehmlich gilt?

R3: Zwergenweitwurf wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich reglementiert. In Deutschland etwa ist er verboten. In anderen Ländern nicht.“ Sollte Zwergenweitwurf generell verboten werden?

R4: Brauchen wir eine verpflichtende Elternzeit für Väter?

Finale: Sollte die Sonderbehandlung Israels nicht mehr Teil deutscher Staatsräson sein?

Julius L.//Foto:Tobias M.

Mai 2015: BDU gewinnt die ZEIT Debatte Tübingen

Finale Zeitdebatte Tübingen Ein spannendes Wochenende geht vorüber und wir haben tolle Neuigkeiten – doch erst mal langsam. Vom 1. bis 3. Mai hatte die Streitkultur Tübingen zur ZEIT Debatte geladen und wir sind der Einladung mit zwei Teams gefolgt: Für die BDU traten mit Berlin TYP (Tanja, Yannick und Philip) und Berlin Trostpflastersteine (Pegah, Stefan und Julian) zwei Teams zum Kampf um den Turniersieg an. Begleitet wurden sie von Anna Mattes als Jurorin – Mit vor Ort waren außerdem noch Frederick Aly und Tobias Münch, die gemeinsam mit dem Schweizer/Berliner Georg Brodbeck für den Debattierklub Bern an den Start gingen.

Sportlich konnte sich das Wochenende sehen lassen. Nach 5 Vorrunden verpasste Berlin TYP zwar knapp den Break in das Halbfinale, das Team Berlin Trostpflastersteine war um so erfolgreicher und zog souverän in das Halbfinale ein. Insbesondere Pegah war an dieser Stelle besonders zu gratulieren, denn sie erreichte im Vorrundentab des starken Turniers den dritten Platz.

Damit jedoch nicht genug – zweimal durften die Berliner noch jubeln. In einem der – laut einzelner Juroren – „besten Halbfinale seit langem“ und einem spannenden Finale zum Thema „Soll eine staatliche, kostenlose Partnervermittlung geschaffen werden?“ konnten sich die drei klar durchsetzen. Wir gratulieren ganz herzlich und bedanken uns bei den Chefjuroren für gelungene Themen und dem Organisationsteam für ein wirklich tolles Turnier!

Die Motions:

R1: Sollen Friedensnobelpreise wieder entzogen werden dürfen?

R2: Sollen die gesetzlichen Ladenöffnungszeiten auch für Versand- und Einzelhändler im Internet gelten?

R3: Soll der Staat bundesweit mit lokalen Bürgerwehren zusammenarbeiten? (inkl. Infoslide)

R4: Soll der Präsident der EZB von allen Europäer*innen direkt gewählt werden?

R5: Soll der Blasphemieparagraph abgeschafft werden? (inkl. Infoslide)

Halbfinale: Soll darauf verzichtet werden, die identifizierten Fälle zur Anklage zu bringen? (inkl. Infoslide)

Philip S. - Foto: Lukas Kammer

April 2015: BDU gewinnt die Nordostdeutsche Meisterschaften

Eine humoristische Betrachtung von Alexander H.
NODM Sieger

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit - das Highlight des Jahres - das Event auf das sich ganz Berlin immer wieder freut: ein Turnier bei dem die Tübinger nicht gegen uns antreten dürfen. Die Regionalmeisterschaften Nord-Ost standen auf dem Programm. Und wie schon im letzten Jahr schickten wir auch dieses mal natürlich unsere besten Redner zum zeitgleich stattfindenden Paris Open. So blieb für die Regios leider wieder nur die zweite Garde übrig.

Für die BDU traten an:
Berlin A (Fabian, Yannick und Alex)
Berlin KPD (Dessi, Philip und Kai)
Ein Berlin zahlt stets seine Schulden (Patrick, Mitra und Florian)
Berlin EFA (Agnes, Felicia und Elisabeth)

Nichtsdestotrotz machten sich die hochmotivierten Rednerinnen und Redner Berlins am Freitag Nachmittag und an einem sehr frühen Samstag morgen auf in die pegidäsche Landeshauptstadt. Und während es einige von uns auf Grund des straffen Zeitplans kaum zur ersten Vorrunde schafften, waren andere, ortskundigere BDUler via Abkürzungen über Warschau und Prag schon lange vor Anpfiff im Stadion.

Vor Ort haben uns die dresdner Organisatoren dann verwöhnt mit Zuckerwatte, Zuckerschnecken und zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Die Vorrunden des Turniers haben dennoch wieder offenbart, wie fehleranfällig doch die internen BDU Ausscheidungsdebatten sind. Während sich Berlin A nicht gegen die Konkurrenz behaupten konnte, hat sich dafür unser zweites Team bestehend aus Dessi, Kai und Philip mit ihrem Kernargument: “Früher war alles besser” gepaart mit Zeitzeugenberichten von den Formatkriegen der frühen 2000er auf Platz eins des Teamtabs geschoben.

Die beiden neuen zusammengestellten Teams (Berlin EFA und Ein Berliner…) fanden sich schnell als Team und konnten sich von Runde zu Runde verbessern, scheiterten allerdings knapp am Break in das Halbfinale.

Anders das Einzelrednertab - hier konnte die BDU glänzen: drei der Top 4 Spots gingen an Berlin (insgesamt waren 4 Berliner*innen in den Top 10), wobei sich Kai knapp den Titel des besten Redners mit einem Punkt vor Dessi sichern konnte. Die drei konnten sich letztlich auch im Halbfinale durchsetzen und gewannen sogar noch das Finale im deutschen Hygiene-Museum, wo sie auf Grund ihrer herausragenden Nagelpflege von nun an in der Hand- Fußabteilung als Ausstellungsstücke dienen sollen. Die BDU ist euch für immer dankbar! Wir werden euch vermissen!

Die Berlin Debating Union dankt der Orga für ein gelungenes Turnier und der Chefjury für spannende Themen. Wirklich!.

Die Motions:

R1: Sollen öffentliche Leistungen nur noch von denen in Anspruch genommen werden dürfen, die gemäß Empfehlung der Stiko (Ständige Impfkommission) geimpft sind?

R2: Sollen westliche Staaten ihre politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Saudi-Arabien einstellen, bis dort Menschenrechte umfassend gewahrt werden?

R3: Sollen allen Beteiligten in Gerichtsverfahren nur noch per Los fachlich qualifizierte Anwälte zugeteilt werden?

R4: Soll die gezielte Entwicklung und der Einsatz von Cyberwaffen international verboten werden ? (Inklusive Factsheet)

Halbfinale: Sollten Grundstückseigentümer Entschädigungen für in der Nähe neu eingerichtete Flüchtlingsheime bekommen? (Inklusive Factsheet)

Finale: Sollen Regierungen von EU- Staaten in anderen EU-Staaten Kandidaten und Parteien öffentlich unterstützen, um den Wahlausgang in ihrem Interesse zu beeinflussen?

April 2015: Überseeseminar Khartoum

Team Berlin: Elisabeth Gniosdorsch, Agnes Ebenberger, Lilian Seffer

Team Khartoum: Sarah Ibrahim, Abedelhameed Ali, Sudan Debate Society

KhartoumDas Stipendienprogramm für die WUDC Berlin 2013 der Open Society Foundation ermöglichte es Debattierer*innen aus noch wenig institutionalisierten Debattierkreisen weltweit an den studentischen Weltmeisterschaften im Debattieren teilzunehmen. Dies war eine Bereicherung für die Diversität auf dem Turnier selbst, aber auch eine Inspiration für die nachhaltige Stärkung marginalisierter Regionen der internationalen Debattiergemeinschaft.

Der Debattierworkshop vom 21.03.15 - 23.03.15 in Khartoum fand im Anschluss an dieses Stipendiat*innenprojekt statt. Beide Hauptansprechpartner*innen im Sudan waren Teilnehmer*innen an den WUDC in Berlin und haben die Begeisterung für das Debattieren zurück nach Khartoum getragen, um dort gemeinsam mit anderen Studierenden die Sudan Debate Society (SDS) im Jahr 2015 zu gründen, einen Dachverband für die zukünftigen studentischen Debattierclubs im Sudan.

Khartoum

Als Kick-Off für die vielfältige Arbeit die dem SDS Team noch bevorsteht, haben wir gemeinsam mit ihnen ihren ersten inhaltlichen Debattierworkshop gestaltet, um die Studierenden mit der Idee des Debattierens vertraut zu machen und sie für das sportliche Debattieren zu motivieren. Mit 250 Studierenden aus verschiedenen Universitäten über 3 Tage hinweg ist dies eindrucksvoll gelungen.

Neben dem ersten Handwerkszeug zum Freien Sprechen, Grundlagen der Rhetorik und einer Einführung in den British Parliamentary Style (BPS), war das interkulturelle Lernen ein Schlüsselelement für die Teilnehmenden und die Lehrenden. In Stehgreifreden zu “How to make the World a better place” sind gesellschaftliche Fragen von der Legalisierung von Cannabis bis hin zur Reform des Bildungs- und Gesundheitswesens diskutiert worden.

Die beiden ersten Tage waren in je drei Sessions aufgeteilt, jede davon geleitet von einer der deutschen Debattiererinnen. Das Konzept war, den Teilnehmer*innen trotz der Größe der Gruppe viel Raum zum Ausprobieren und selbst erfahren zu geben, weshalb jede Session aus etwa einem Drittel Input und zwei Drittel Übung bestand.

So führte Lilian den Workshop durch eine Kennenlern- und Aufwärmübung ein, die von den Teilnehmer*innen eine erste Positionierung bezüglich ihrer Vorkenntnisse und Erwartungen forderte. Im Anschluss stellte sie die deutschen Debattiererinnen und Programm und Konzept für die nächsten Tage vor. Die zweite Session wurde von Elisabeth geleitet, welche den Teilnehmer*innen durch das Üben von Ausschnitten berühmter Reden und das Sammeln von Handwerkszeug zu selbstsicherem und überzeigendem Auftreten vor Gruppen (Public Speaking) näher brachte. Zuletzt gab Agnes einen Input dazu, wie ein Argument aufgebaut wird und lies die Teilnehmer*innen dies selbst ausprobieren.

Am zweiten Tag stieg wiederum Lilian ein, indem sie eine Einführung in das Thema “Rebuttal - How to fight back” gab, was von Agnes im zweiten Teil mit der Frage, wie man Argumente findet, ergänzt wurde. Den dritten Teil übernahm Elisabeth mit einer Einführung in den British Parliamentary Style (BPS) und einer Übung in Stehgreifreden.

Khartoum

Am dritten Tag des Workshops ermöglichten Agnes und Lilian es den Teilnehmer*innen, sich in einer ersten Debatte zu versuchen, sowie das Jurieren einer Debatte kennenzulernen. Elisabeth erarbeitete währenddessen mit einer Gruppe von Teilnehmer*innen “die perfekte Rede”. Der Tag und der Workshop wurden abgeschlossen durch eine kurze Evaluation und eine erneute Positionierung der Teilnehmer*innen zu ähnlichen Fragen wie in der Eingangssession. Das Feedback der Teilnehmer*innen, sowie die Partizipation war während des gesamten Workshop positiv. Einige der Übungen stellten sich als gut geeignet für die Gruppe heraus, andere als weniger gut. Trotzdem war die Motivation und das Durchhaltevermögen der Gruppe sehr groß.

Neben dem unglaublichen Engagement von Sarah Ibrahim, Abdelhameed Ali und dem SDS Team, war der Workshop in der Vorbereitung auch möglich durch die Vernetzung der Berlin Debating Union mit Coaches von QuatarDebate, die nun langfristige gemeinsame Planung für Club und Organisationsstrukturen mit der SDS vereinbart haben.

Lillian S., Agnes E. und Elisabeth G.

April 2015: Wir stellen die Uhr um!

Wer hat an der Uhr gedreht
Achtung, Achtung! Das Semester beginnt am 13. April 2015. Ab kommenden Dienstag (14. April) treffen wir uns wieder um 19 Uhr! Ihr findet uns in der Dorotheenstraße 24 in Raum 1.601.

Bitte gebt die Nachricht an alle weiter, damit keiner zu spät zur Debatte kommt!





März 2015: Zwei BDU Teams im Finale des Millennium Cups Leipzig

Bayreuth ErimitageWieder geht ein Wochenende spannender Debatten vorbei. In Zusammenarbeit mit dem Debattierclub Jena und der Berlin Debating Union hatte am 27. März der Debattierclub Leipzig zum Millennium Cup geladen. Bereits am Freitagabend begann das Turnier - allerdings nicht wie so oft mit der ersten Vorrunde, sondern mit Seminaren, die besonders für die Anfänger_innen im Teilnehmerfeld interessant waren.

Für die BDU traten mit Berlin TY (Tanja und Yannick), Berlin TM (Tobias und Moritz) und Berlin PE (Philip und Ellena) drei Teams zum Kampf um den Turniersieg an. Begleitet wurden sie von Adrian und Mitra als Juror*innen. Das sich die Berliner auf spannende Themen freuen konnten, war im Vorfeld schon klar, denn Vereinsmitglied Rebecca Irvine war als Chefjurorin zusammen mit Pascal Schäfer und Nicolas Friebe für die inhaltliche Gestaltung des Turniers verantwortlich.

Sportlich konnte sich das Wochenende sehen lassen. Nach 5 Vorrunden konnten mit Berlin TY und TM zwei Berliner Teams sich über den Einzug ins Halbfinale freuen. Mit Tanja, Yannick und Philip waren drei Redner_innen in den Top 10 vertreten und sowohl Adrian und Mitra schafften ebenfalls den Break – konnten jedoch ob der doppelten Vertretung durch Berliner Teams in den beiden Halbfinals beide nicht jurieren am Sonntag. Im Halbfinale am nächsten Morgen war die Reise jedoch nicht vorbei. Beide Teams zogen in das Finale ein, dass bei schöner Kulisse in dem Albertina Haus ausgetragen wurde. In einem spannenden Finale, das sich mit dem zunehmend offensiver auftretenden Atheismus auseinandersetzte, zogen die Berliner auf der Regierungsbank zum Schluss jedoch den Kürzeren. Wir gratulieren den Siegern aus Mainz und insbesondere unseren erfolgreichen Debattierenden.

Die Motions:

R1: Dieses Haus würde eine Nichtwähler_innen-Fraktion einführen. (inkl. Factsheet)

R2: Dieses Haus bereut die Kommerzialisierung des Sportes.

R3: Dieses Haus würde das Einkommen vom Frauen niedriger besteuern.

R4: Dieses Haus glaubt, dass Verwestlichung das bevorzugte Konzept der Integration ist. (inkl. Definitionen)

R5: Dieses Haus glaubt, Staaten sollten den Olpreis nicht manipulieren.

Halbfinale: Dieses Haus, als die USA, würde sämtliche Unterstützung für Israel einstellen, solange ultraorthodoxe Parteien oder Gruppierungen der Regierung angehören oder mitgetragen werden.(inkl. Definitionen)

Finale: Dieses Haus bereut den “Neuen Atheismus”. (inkl. Definitionen)

März 2015: ZEITdebatte Oberfranken

Bayreuth Erimitage
Vom Freitag den 20.-23.03.2015 fand in Bayreuth die dritte ZEITdebatte der Saison statt. Für Berlin nahmen Frederick Aly & Sylvia Hartmann als BDU – Spreewaldgurkentruppe, Johannes Häger & Philippe Holzhey als BDU Tag und Nacht und Fabian Bickel und Philip Schröder als Was muss ich hier eingeben teil. Begleitet wurden sie von Alexander Hans, Yannick Lilie, Anna Mattes und Stefan Torges als Jurorinnen.

Wie sich zeigen sollte, gestaltete sich das sonnige Wochenende sowohl sportlich erfolgreich als auch unterhaltsam für die Berliner Delegation. Die Organisation verlief reibungslos, obwohl es im Vorfeld kleine kontroverse Zeitplanänderungen gegeben hatte, die wieder zurück genommen werden mussten. Freitagabend, nachdem die Teams gesättigt aus der Mensa kamen, begann das Turnier mit der ersten Runde. Alle drei Berliner Teams sicherten sich einen guten Start in das Turnier und nahmen bereits zwei Siege und einen zweiten Platz mit in den Samstag. Das Teilnehmerfeld war gespickt mit vielen erfahrenen guten Athlet*innen und konnte, wie für ZEITdebatten üblich, als sehr gut beschrieben werden.

Die Siegerinnen Der Samstag gestaltete sich für unsere drei Berliner Teams sehr unterschiedlich. Die Spreewaldgurkentruppe nahm sowohl gute als auch schlechte Runden mit, erkämpfte sich aber vor den geschlossenen Runden eine gute Ausgangsposition und blieb im Rennen um den Break. Das Team um Fabian und Philip erwischte einen schlechten Start in den Tag (glaubt man ihnen lag dies jedoch nicht an ihrer Leistung sondern an der des Unparteiischen…), machten jedoch in den darauf folgenden Runden alles richtig und kämpften sich zur letzten Vorrunde zurück in den Top-Room. Anders wiederum als das Team Berlin Tag und Nacht. Nach drei starken ersten Runden und 8 daraus gesammelten Punkten, gestalteten sich die vierte und fünfte Vorrunde als wechselhaft. Am Ende des Tages war jedoch klar, alle drei Teams waren in Schlagdistanz zum Break.

In der fürstlicher Atmosphäre des „Goldenen Anker“ verkündeten die drei Chefjurorinnen Thore Woljke, Robert Epple und Vera Bartsch zu später Stunde den Break. Bei den Jurorinnen konnten sich Stefan und Anna durchsetzen während es bei den Teams leider nur ein Team geschafft hat. Fabian und Philip landeten auf Platz 3 von 44 und konnten auch sich über Platz 3 und 6 im Redner-Tab freuen.

Am Sonntag kämpfte sich das Team weiter in das Finale der ZEITdebatte und sicherte sich damit einen Platz im Balkonsaal der Stadt Bayreuth. In sonnig schönem Ambiente debattierten sie gegen Teams aus Göttingen, Heidelberg und Bremen zum Thema: Dieses Haus würde Privatpersonen erlauben, Flüchtlinge bei sich zuhause aufzunehmen . Nach der Debatte jubelte jedoch nur eine Berlinerin. Pegah Maham, die zurzeit in Berlin wohnt und studiert, gewann zusammen mit Marion Seiche für Bremen. Wir gratulieren zum verdienten Sieg!

Fotos © Florian Umscheid

Die Motions der Vorrunden:

R1: Angenommen, es gibt eine Technologie, die Erinnerungen an seine Ex-PartnerIn auslöschen könnte. Dieses Haus würde den Einsatz dieser Technologie erlauben.

R2: Dieses Haus würde angemeldete Massenschlägereien erlauben.

R3: Dieses Haus würde Wissenschaft und Forschung nur noch dann finanzieren, wenn all diese ihre Fortschritte und Ergebnisse zeitnah als Open Source teilt.

R4: Dieses Haus würde eine vierte Schulform über dem Gymnasium einrichten.

R5: Dieses Haus, als die Bundesregierung, würde ohne vorherige juristische Klärung die Reparationsforderungen Griechenlands begleichen.

Halbfinale: Dieses Haus, als chinesische Regierung, würde das Internet völlig freigeben.

März 2015: ZEITdebatte Oberfranken

Bayreuth Erimitage An kommendem Wochenende (20. - 22. März) wird die Berlin Debating Union mit drei Teams und mehreren Juror*innen nach Bayreuth zur ZEITdebatte reisen. Bei den ZEITdebatten handelt es sich um eine Serie von Turnieren, die von der Wochenzeitung DIE ZEIT unterstützt werden und die bereits seit 2001 regelmäßig stattfinden. So haben sich die vier jährlichen Turniere an wechselden Standorten zu den wichtigsten Turnieren der Szene entwickelt und locken stetig die besten Redner*innen Deutschlands.

© Bayerische Schlösserverwaltung

Wir freuen uns auf darüber in Großer Zahl vor Ort zu sein und werden euch aus dem Verlauf des Turniers berichten. Die Themen und andere Neuigkeiten werden euch hier und per Twitter erreichen.

März 2015: Leiden in Leiden oder „The Thrill of Smoking it Legally“

Die BDU hat am 28. Februar ihren Weg ins holländische Leiden angetreten. Insgesamt vier Teams und zwei Jurorinnen fuhren auf das BP-Turnier Leiden Open. In Leiden wurde den Teams Nahrung, Obdach und Organisation geboten. Alle Teams waren besetzt mit starken Rednerinnen und Rednern, doch manchmal kann der Biber seinen Damm noch so mühevoll bauen, ein starker Strom kann all die Arbeit schnell zerstören. Aber da wo die Teams scheiterten, konnten unsere Jurorinnen glänzen. Immer wieder wurde ihnen die schwere Rolle des Wings in den Räumen am unteren Ende des Tabs anvertraut – zumindest dann, wenn dieser Raum nicht durch das Team BDU White & Gold (Alexander und Moritz) belegt war. Da sich das Team in ihren Vorbereitungszeiten lange nicht einigen konnte welche Farbe nun The Dress hatte und subsequent auch ihre Redezeit dazu nutzten die Jurierenden von ihrer Meinung zu überzeugen, konnten sie in den ersten Runden oft nicht über einen zweiten Platz hinaus kommen.

Auf der anschließenden Party hat der Leidener Debattierclub dann bekannt gegeben, dass sie vorhaben, die Weltmeisterschaften 2017 in Amsterdam auszurichten. Als ein Verein, der diese Erfahrung bereits hinter sich hat, haben wir vor Ort selbstverständlich direkt unsere herzlichste Kondolenz ausgesprochen und sind die Heimreise angetreten.

Alexander H.

Die Motions:

R1: This House would allow euthanasia for consenting adults and children.

R2: This House believes that democratic countries should not allow family members of recent presidents to run for office.

R3: This House believes that the EU should introduce a unified tax system for companies.

R4: This House would ban the provision of amnesties for serious crimes commited during wartime.

R5: This House opposes organised religion.

Semi: This House would cut all benefits from those able but unwilling to work.

Novice Final: This House would make soldiers, upon return from the battlefield, take a pill that lets them forget about the war.

Final: This House believes that capitalism is absolutely incompatible with long term peace.

Febraur 2015: Neues T-Shirt im Shop

BDU Fan Shop

In unserem BDU Fan Shop findet ihr jetzt unsere WUDC 2015 Special edition! Unsere Teams haben das T-Shirt zu den Weltmeisterschaften in Kuala Lumpur getragen. Aufgrund der großen Nachfrage, gibt es das Shirt nun in unserem Fan Shop.
- Die BDU verdient nicht an den Produkten des Shops. Bei den Kosten handelt es sich um die reinen Produktionskosten von Spreadshirt. -

Febraur 2015: Geänderte Zeiten für den Clubabend

Achtung, Achtung! Die Semesterferien beginnen am 14.02.2015. Ab kommenden Dienstag treffen wir uns bereits um 18 Uhr! Bis am 13.04 das neue Semester beginnt!

Januar 2015: Einmal um die Welt – Die BDU richtet Debattierseminare in Sri Lanka, Malaysia und Vietnam aus

December 2013 in Berlin: Die Weltmeisterschaften im Debattieren sind im vollem Gange und mit dabei auch viele Teilnehmer des WUDC Berlin Scholarship-Programms. Finanziert von der Open Society Foundation (OSF) wurden junge Debattierer finanziell unterstützt, denen der Zugang zu den Weltmeisterschaften ansonsten verwehrt geblieben worden wäre. Im Gegenzug waren internationale Debattierseminare geplant, die in Regionen stattfinden sollten, in denen das Debattieren noch nicht stark verbreitet ist oder wo Ressourcen und/oder Trainer knapp sind. Knapp ein Jahr nach dem ersten Seminar dieser Art, richtete die Berlin Debating Union nun drei weitere Seminare in Colombo, Sri Lanka; Kuala Lumpur, Malaysia und Hanoi, Vietnam aus. Dank der Berichte von John, Christina und Jan-Felix könnt ihr euch hier einen kurzen Eindruck vom Erfolg des Projekts verschaffen.

Colombo, Sri Lanka

ColomboVom 20. bis 22. Dezember 2014 richteten John Eltringham und Rebecca Irvine ihr Seminar mit rund 50 Kindern von sechs unterschiedlichen Schulen auf dem Visakha Vidyalaya Campus in Colombo, Sri Lanka aus. Ausgerichtet wurde das Seminar in Zusammenarbeit mit Jayani De Silva, einem der ehemaligen Empfänger der WUDC Berlin Scholarship-Programms. Unter den vielen teilnehmenden SchülerInnen, waren sowohl Mädchen und Jungen mit wenig bis gar keiner Debattiererfahrung, als auch Kinder, die bereits an den Asiatischen Weltmeisterschaften für Schüler teilgenommen hatten. Die Kinder beteiligten sich mit großem Enthusiasmus an dem dreitägigen Seminar, das aus Vorträgen, Gruppenaktivitäten und Übungsdebatten bestand. Insgesamt, so empfanden es John und Rebecca, war es eine sehr bereichernde Erfahrung und sie würden sich freuen, eines Tages wieder nach Sri Lanka zurückzukehren.

John Eltringham

Kuala Lumpur, Malaysia

Kuala LumpurKurz nach den Weltmeisterschaften konnten Lena Schneider, Philip Schröder und Christina Dexel für die BDU ein zweitägiges Debattierseminar in der malaysischen Hauptstadt organisieren. Dieses konnte dank der tatkräftigen Unterstützung des Malaysian Institute of Debating and Public Speaking (MIDP), insbesondere der Director of Communications Maizura Mokhsein, am 09. und 10. Januar 2015 stattfinden.

Mit den 40 TeilnehmerInnen, die meisten aus umliegenden Schulen, wurden Strategien zu Argumentationsaufbau und öffentlichem Reden im Zusammenhang mit spezifischen Debattierfähigkeiten besprochen und in interaktiven Übungen direkt angewandt. Wir freuen uns über die erfolgreiche Durchführung des Seminars und das positive Feedback der SchülerInnen und bedanken uns bei dem MIDP für die Mitarbeit und Unterstützung!

Christina Dexel

Hanoi, Vietnam

HanoiDebattieren in Vietnam? Gibt es so etwas überhaupt in einem Einparteiensystem? Ja, seit vier Jahren gibt es einen nationalen Verband und regelmäßige Clubabende in Hanoi und Ho Chi Minh City. Doch was hat das mit der BDU zu tun?

Vom 16. bis 18. Januar waren Alexander Hans, Julian Ohm und Jan-Felix Schneider in Hanoi und haben im Rahmen des WUDC Berlin Scholarship-Programms ein zweitägiges Seminar für Studierende gehalten. Die Themen waren unter anderem: Motivation für das Debattieren, wie baue ich ein Argument auf, wie finde ich die richtigen Argumente und eine kurze Einführung ins Debattieren. Am zweiten Tag haben wir dann das gelernte in drei BP-Debatten trainiert. Die anfänglichen Sprachbarrieren konnten schnell mit Gruppenspielen und Kaffeepausen überwunden werden - die Studierenden beteiligten sich engagiert, waren sehr begeistert von dem Seminar und machten große Fortschritte. Das Seminar war ein großer Erfolg. Wir haben tolle Erfahrungen gemacht und erfahren, wie es ist unter Polizeibeobachtung zu debattieren. Doch dem trotzend lassen sich die Studierenden in Vietnam nicht vom Debattieren abhalten und wollen jetzt auch regelmäßig auf Englisch debattieren, um bald auf internationale Turniere fahren zu können.

Jan-Felix Schneider

Januar 2015: Hannover lädt zur ZEITdebatte

Vom Freitag den 9.-11.1.2015 fand in Hannover die zweite ZEIT-Debatte der Saison statt. Für Berlin nahmen Frederick Aly & Sylvia Hartmann als BDU – Real and True, Mitra Darvish und Miriam Siegreitmeier als BDU – Winter is coming und ein mixed team bestehend aus Sven Moritz Hein & Fabian Bickel als DV Stuttgart – Vollgas teil. Moritz Altner, Tobias Münch und Georg Brodbeck jurierten und Kai Dittmann leitete als einer der Chefjuroren dieses Turnier.

Hut abNach der ersten Vorrunde am Freitag, die für alle Berliner Teams relativ erfolgreich war, wurde der Abend im „Peanuts“, eine ruhige Bar nahe dem Hotel, die auch durch die vielen Erdnüsse, welche den ganzen Boden bedeckten, eine gelassene und angenehme Stimmung verbreitet, ausgeklungen. Man erwartete mit Freude den kommenden Tag, an dem die weiteren 4 Vorrunden stattfanden. Der Samstag verlief trotz einiger weniger zufriedenstellenden Runden für alle Berliner Teams recht erfolgreich, was auch mit der guten Organisation des Turniers durch das Organisationsteam und der ausgeglichenen und interessanten Themen, die die Chefjuroren wählten zusammenhängt. So ging man am Samstag in eine ehemalige königliche Stallung, um dort gebührend den Abend bei Buffet und Cocktails zu genießen. Thema des Abends waren Hüte und alle Gäste wurden gebeten einen Hut aufzuziehen, wobei der schönste oder kreativste Hut einen Preis erhalten würde. Sylvia, die eine Suppenschüssel von einer Perlenkette umlegt als Hut trug, wurde von der Jury ins Finale gewählt, wobei sie dann nach einer hinreisenden Rede das Publikum von sich überzeugen konnte und den Hut Preis erhielt.

Als der Break verkündet wurde, waren alle Teams gespannt, ob sie denn ins Halbfinale einziehen würden. Kai Dittmann und Moritz Altner stachen durch ihre guten Jurier Fähigkeiten heraus und durften beide ein Halbfinale jurieren. Leider erreichte keins der angereisten Teams das Halbfinale, wobei DC Stuttgart – Vollgas dies nur um einen Punkt verpasste. Fabian Bickel war außerdem 9t bester Sprecher der Vorrunden.

Die Motions der Vorrunden:

R1: Dieses Haus würde in Gerichtsverfahren, in denen es um die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung geht, auf Antrag des Angeklagten oder des mutmaßlichen Opfers die Öffentlichkeit vom gesamten Verfahren ausschließen.

R2: Factsheet: Ein Truth and Reconciliation-Committee ist ein offizielles Organ, das der Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen dient, die während einer bestimmten Periode begangen wurden. Aufgabe eines Truth and Reconciliation-Committees ist es, aufgrund von Recherchen, Anhörungen der Opfer, Zeugen und Täter die vergangenen Ereignisse aufzuarbeiten, oft unter Zusicherung strafrechtlicher Immunität.
Thema: DH unterstützt die Einrichtung von Truth and Reconciliation-Committees im Anschluss an innerstaatliche Konflikte anstatt strafrechtlicher Verfolgung durch Tribunale.

R3: DH bereut das Konzept des Jenseits.

R4: DH glaubt, Entwicklungsländer sollten den Abbau ihrer Rohstoffe verstaatlichen.

R5: DH würde sämtliche Drogen für Menschen, die an Krankheiten leiden, die höchstwahrscheinlich in absehbarer Zeit ihren Tod verursachen werden, dekriminalisieren.

Das Thema der Halbfinals war: „Gegeben, dass dies in der Sicherheit möglich wäre, dass die Wahrheit nicht an die Öffentlichkeit gelangt – Dieses Haus als Frankreich würde Beweise dahingehend fälschen, dass die Pariser Terroranschläge durch antiislamische Nationalisten inszeniert wurden.

Kai Dittmann durfte das Finale, das zwischen Teams aus Tübingen, München, Bremen und Osnabrück ausgetragen wurde vorsitzend jurieren. Das Thema des Finals war „DH, als EU fordert die USA auf, sich nicht mehr zu Menschenrechtsverletzungen anderer Staaten zu äußern, bis eine gründliche Aufarbeitung der systematischen Folter im Rahmen des Kriegs gegen den Terror erfolgt ist.“ Nach einer hochklassigen Debatte, die nicht nur die Ehrenjury sehr beeindruckte, konnte das Team aus Tübingen die Jury am besten überzeugen. Die BDU gratuliert Lennart Lokstein und Nikos Bosse zu ihrem Sieg und Pegah Maham, die die beste Finalrede hielt.

Alles in allem war das Turnier für alle Teams eine positive Erfahrung und wird dank der guten Organisation, den spannenden Themen und der interessanten Debatten allen Teams der BDU noch lange in Erinnerung bleiben.

Fabian Bickel

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Januar 2015: Die Weltmeisterschaften im Debattieren in Kuala Lumpur

Die deutsche Delegation 2015 Die Deutsche Delegation der Weltmeisterschaften 2015 © Matthias Carcasona

Wie auch bereits im letzten Jahr, begann für eine Handvoll Berliner das neue Jahr mit der Verkündung des Breaks auf den Weltmeisterschaften im studentischen Debattieren (WUDC). Damit hatten sie den daheimgebliebenen einiges voraus, um genau zu sein sieben Stunden, denn die Weltmeisterschaften 2015 fanden in Kuala Lumpur, Malaysia statt.

Die Berlin Debating Union war bereits im alten Jahr mit insgesamt 3 Teams und 7 JurorInnen nach Südostasien gereist. Möglich war dies insbesondere weil fünf unserer JurorInnen als unabhängige Juroren, sogenannte Independents, eingeladen wurden und gleichzeitig einige unserer Mitglieder die Zeit genutzt haben, in der Region Debattierseminare für Schulkinder auszurichten. Unterstützt wurden die Seminare über das Scholarshipprogramm der WUDC 2013 Berlin.

Für die BDU jurierten Lena Schneider und Julian Ohm. Rebecca Irvine, John Eltringham, unsere beiden amtierenden Weltmeister Dessislava Kirova und Kai Dittmann, sowie Patrick Ehmann, Convener der WUDC Berlin 2013, wurden als Independents eingeladen.

Als Teams waren folgende RednerInnen vor Ort:

Team Awesome: Christina Dexel und Philip Schröder
Team HaBibi: Lilian Seffer und Alexander Hans
Team C: Pegah Maham und Christof Kebschull

Über neun Vorrunden mussten sich unsere Teams beweisen, mit keinem geringeren Ziel, als den Titel zu verteidigen. Obgleich der hohen Motivation, erreichte kein Team das Viertelfinale. Kein Team? Nicht ganz, denn Christof und Pegah schafften den Break zwar nach Punkten, durften aber nicht in den K.O.-Runden weitermachen, da sie als Mixed-Team antraten und nur Teams, die aus zwei Rednern von der gleichen Universität bestehen, in die K.O.-Runden voranschreiten dürfen. Dies war den beiden zu Beginn des Turniers bekannt und so war es ein bittersüßer Moment, als bekannt wurde, dass sie gut genug gewesen wären. Für Pegah und Christof trotzdem ein Grund zur Freude und wir gratulieren herzlich.

Auch unseren JurorInnen bescherte die Verkündung des Breaks eine tolle Silvesterfeier, denn alle fünf unserer Independents konnten in den Vorrunden überzeugen und somit erreichten alle drei die K.O.-Runden. So durfte Patrick sowohl ein Viertelfinale des Open-Breaks als auch des ESL-Breaks jurieren. Kai ein Open-Octofinal, John das EFL-Halbfinale, Rebecca ein Octofinale und ein EFL-Halbfinale und Dessi jurierte sowohl ein Partial-Double Octo als auch ein ESL Halbfinale. Die Leistung unserer JurorInnen bestätigt insbesondere den individuellen Fortschritt unserer MitgliederInnen aber auch das hohe Niveau der Jurierung innerhalb des Vereins. Wir gratulieren allen JurorInnen zu den erfolgreichen Weltmeisterschaften und freuen uns darauf von ihnen beim Clubabend juriert zu werden!

Insgesamt, so waren sich alle unsere Turnierfahrer einig, waren die Weltmeisterschaften nicht nur sehr gut organisiert und die Reise wert, sondern auch perfektes Training um im nächsten Jahr wieder anzugreifen.

Die Motions und alle anderen Informationen zu angereisten Teams, den Siegern in allen Kategorien und zum Public Speaking und Masters Cup, findet ihr unter folgendem Link: http://tinyurl.com/nsj325m

Januar 2015: Hier beginnt der Tellerrand

Alle Blogeinträge vor 2015 findet ihr links über die Navigation in unserem Archiv!
Auf zum Archiv © Sharon Drummond

Nächste Debatten

Aktuell:
Einstiegsphase: Seminar um 18 Uhr, Debatten um 19 Uhr in der Dorotheenstr. 24 im 5. Stock.

19. November:
HILLE-CUP - ein ganztägiges Turnier nur für Einsteigerinnen und Einsteiger!

Ab 22. November:
Clubabend-Debatten, immer dienstags um 19 Uhr. Wir treffen uns im Raum 1.501 (fünfter Stock!) der Dorotheenstr. 24.

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